Maupiti – die Ursprünglichste Insel Französisch Polynesiens

Die Insel Maupiti hat mich besonders in ihren Bann gezogen. Diese Ursprünglichkeit und dieser beispiellose Charme. Die Mischung aus malerischen Sandstränden, einer atemberaubenden Lagune, alte Kulturstätten, einer wundervollen Unterwasserwelt und die herzliche Art der Polynesier, hat es mir sehr angetan. Erklimme den Mount Teurafaatiu mit einem Panoramablick, den du nie vergessen wirst, schnorchle mit Manta-Rochen, genieße die weißen Sandbänke oder lass dich von der Ursprünglichkeit dieses einzigartigen Ortes verzaubern.

Da ich möglichst detailliert von unserer Reise erzählen will und euch so viele Tipps wie nur möglich geben möchte, habe ich diesen Bericht in verschiedene Kapitel unterteilt, sodass du direkt zum jeweiligen Thema durchklicken oder aber auch den gesamten Reisebericht lesen kannst, damit dir nichts entgeht.

Wer oder was ist Maupiti und wo genau liegt dieses wunderschöne Fleckchen Erde?

Maupiti, ehemals Vaitu, ist eine elf Quadratmeter große Insel im Pazifischen Ozean und gehört als solche zur Gruppe der Society-Islands. Mit etwa 1.290 Einwohnern ist Maupiti die kleinste der Society-Islands und liegt einsam etwa 315 Kilometer nordwestlich der Insel Tahiti und etwa 50 Kilometer westlich von Bora Bora. Maupiti erreichst du ganz einfach mit dem Flugzeug von Bora Bora, Raiatea oder in 50 Minuten Flugzeit von Papeete. Darüber hinaus könntest du auch mit dem Boot von Bora Bora nach Maupiti fahren – die Flugverbindungen sind jedoch weit besser und vor allem erreichst du dein Ziel wesentlich schneller.

Warum Maupiti und was macht Maupiti so besonders?

Auf Maupiti angekommen, erwarten dich eine atemberaubende Kulisse, endlose weiße Sandstrände und eine Atmosphäre, die so einheimisch und entschleunigt ist, wie nirgends sonst. Schnapp dir ein Fahrrad und fahr einmal um die Insel, zieh dir deine Sportschuhe an und erklimme den Gipfel oder tauche ein in das türkise Wasser und mach dich auf die Suche nach gigantischen Mantarochen. Ich versichere dir, lange musst du für dieses einzigartige Naturschauspiel nicht suchen.

Wie überall auf den Inseln von Tahiti befindet sich auch auf Maupiti ein kleines kulturelles Erbe: Die marae – voreuropäische Stätten voller Geschichte.

Mein persönliches Highlight – ein Reisebericht

Warum Maupiti für mich eine der schönsten Inseln Französisch-Polynesiens ist? Es ist das Zusammenspiel der Gefühle, die einen erwarten, wenn man eine Reise auf dieses ungewöhnliche Fleckchen Erde macht.

Doch um mein persönliches Highlight verstehen zu können, möchte ich gerne von vorne beginnen.

Tag 1 – Ankunftstag am Nachmittag

Erkundungstour auf Motu Tiapaa und schönster Sonnenuntergang mit Blick auf Bora Bora

Es war am 26. November 2019 gegen 14.10 Uhr als wir endlich einen Blick auf Maupiti erhaschten. Als würde der Pilot unsere Euphorie spüren, drehte er auf einmal eine Extrarunde über die Insel, sodass wir die gesamte Pracht von oben bestaunen konnten. Wir hätten ewig von oben auf dieses Wunder schauen können. Wenn du sichergehen möchtest, dass du auf jedem Air Tahiti Flug die richtige Sitzplatz-Seite für den besten Blick wählen wirst, lies dir gerne meine Tipps durch.

Als nach 55 Minuten Flugzeit das kleine Flugzeug schließlich sanft auf Maupiti landete, konnten wir kaum glauben, dass dies tatsächlich ein Flughafen war. Die Landebahn erstreckt sich entlang der wunderschönen Lagune. Der Flughafen, welcher eigentlich nicht wirklich als solcher bezeichnet werden kann, liegt auf einem vorgelagerten Motu mit Blick auf den Mount Teurafaatiu – wobei dieser genau genommen der Mittelpunkt von Maupiti und somit von überall aus zu sehen ist. Schließlich war es so weit, wir durften aus dem Flugzeug. Gleich kam uns eine warme Briese Meeresluft entgegen – genau auf diesen Geruch hatten wir uns so gefreut.

Wir liefen gemeinsam mit den anderen Passagieren zu einer kleinen Hütte. Hier kam auch schon gleich unser Gepäck auf einem Rollwagen an und wir nahmen unsere Koffer. Ein Mann erwartete uns direkt mit zwei wunderschönen selbstgemachten Blumenketten, die er uns umlegte. Wir waren die einzigen unserer Unterkunft und so folgten wir dem Mann auf ein kleines Boot mit welchem er uns auf unser vorgelagertes Motu Tiapaa bringen würde.

Namhafte fünf-Sterne Luxusresorts wirst du auf Maupiti vergeblich suchen. Stattdessen erwarten dich charmante, familiengeführte und authentische Unterkünfte direkt am Meer mit Badezimmer unter freiem Himmel. Klingt das nicht traumhaft? Obwohl wir eigentlich wirkliche Genießer von individuellem Luxus-Urlaub sind – das bedeutet, wir reisen unglaublich gerne individuell und freuen uns auf jedes Abenteuer, übernachten aber dennoch am liebsten in fünf-Sterne-Unterkünften – konnten wir diese Unterkunft nicht erwarten. Doch zurück zur Bootsfahrt. Mit unserem Fahrer, der natürlich nur Französisch sprach – mit dieser Sprache können wir leider nicht wirklich glänzen – verstanden wir uns prächtig, sodass er uns als kleines extra direkt die wunderschöne Lagune und den ein oder anderen Stachelrochen zeigte. Schließlich kamen wir auf Motu Tiapaa an.

Unsere Gastgeber vom Le Kuriri – zwei ausgewanderte Franzosen – erwarteten uns bereits. Der Gastgeber nahm unser Gepäck auf den Anhänger eines Rasenmähers und fuhr es bis zu unserem Bungalow im polynesischen Stil, was sich auf der gegenüberliegenden Seite des Motus befand. Was für ein Grundstück. Mit ausreichend Platz zum Nachbarn haben Anne-Marie und ihr Mann hier mehrere Bungalows im polynesischen Stil erbaut. Alle mit einem einzigartigen Charme versehen, mit offenen Badezimmern und eigener Terrasse. Unser Bungalow liegt nur wenige Schritte vom Meer entfernt. Wir räumen nur kurz unsere Koffer in unser Bungalow, schnappen uns unsere Schnorchel Ausrüstung – welche wir auf Reisen sogut wie immer dabei haben – und machen uns auf den Weg. Der Strand der Unterkunft ist wunderschön und so unglaublich weiß.

Privatstrand “Le Kuriri”

Da nachmittags immer Ebbe ist laufen wir den Strand entlang bis an die Spitze des Motus. Genau hier bei dieser weißen Sandbank wollen wir zum ersten Mal in die Südsee eintauchen. Bereits auf unserem ersten Schnorchel Ausflug haben wir trotz Ebbe so unglaublich viele Fische gesehen, sodass wir unseren Ausflug am nächsten Tag kaum erwarten konnten. Das Abendessen genossen wir mit Blick auf das Meer – voller Vorfreude auf den nächsten Tag und mit einem der schönsten Sonnenuntergänge mit Blick auf Bora Bora, Tupai, Raiatea und Tahaa! Traumhaft!

Tag 2 – Ganztagestour

Schnorcheln mit Manta-Rochen & im Korallengarten, Palmenblätter flechten, Besuch der Insel Motu Pitiahe und schwimmen mit Stachelrochen

27. November 2019. Heute war ein ganz besonderer Tag. Bereits vor Monaten hatten wir diesen Ausflug bei Sammytours gebucht. Natürlich waren wir gespannt ob uns Sammy auch tatsächlich wie vor Monaten vereinbart um 9am abholen würde. Als wir gerade noch beim Frühstück waren, es war vielleicht dreiviertel 9, sagte Anne-Marie, dass wir bereits abgeholt werden. Überglücklich beeilten wir uns zum Bootsanleger zu kommen. Dort erwartete uns nicht Sammy sondern eine junge Frau mit einem Jungen und einem Hund. Anne-Marie erklärte uns, dass wir die Tour heute mit den beiden machen würden. Wir erwarteten, dass wir noch weitere Passagiere abholen würden, laut Sammy war die Tour heute voll ausgebucht. Doch als wir am ersten Stop ankamen begriffen wir so langsam, dass wir wohl die einzigen sein würden. Wie unglaublich war das bitte?

Eine private Tour nur für uns obwohl wir diese nicht einmal gebucht hatten – tatsächlich hatten wir das lange überlegt aber uns aufgrund der sehr hohen Summe dann doch dagegen entschieden. Unser erster Stop war an einer dunkelblauen Stelle der Lagune. Aufgrund unserer mangelnden Französisch-Kenntnisse verständigten wir uns mit Händen und Füßen mit der Frau und dem Jungen. Sie gaben uns zu verstehen, dass wir genau jetzt mit unserer Schnorchel Ausrüstung ins Wasser springen sollten. Wir tauchten mit dem Kopf unter und waren Sprachlos. Unter uns tanzten 3 gigantische Manta Rochen. So etwas hatten wir vorher noch nie gesehen. Sie tanzten im Kreis und immer wieder kamen neue Manta-Rochen dazu und verschwanden wieder. Was für ein Naturschauspiel. Die beiden ließen uns ausreichend Zeit das Spektakel zu genießen.

Schnorcheln mit Manta-Rochen

Zurück im Boot steuerte unsere Tour-Guide den nächsten Stop an. Bereits auf der Fahrt vom Flughafen zu unserer Unterkunft am Tag zuvor hatten wir die Lagune bestaunt. Das Besondere ist nämlich, dass die Lagune wie ein gerader Strich gespalten ist. Auf der einen Seite ist das Wasser ziemlich dunkelblau und man kann den Grund nicht erkennen. Auf der anderen Seite ist die Lagune gefüllt mit glasklarem Wasser.

Unser nächster Stop war nun im glasklaren und seichten Wasser. Bevor wir uns mit voller Schnorchel-Montur wieder dem Wasser hingaben sprang unsere Tourguide ins Wasser und tauchte mit einer Jakobsmuschel wieder auf. Sie öffnete die Muschel und tröpfelte etwas Zitrone obendrauf. Nun gab sie uns die Muschel zum Essen. Niemals hätte ich gedacht, dass eine frische Jakobsmuschel so einen unglaublichen Geschmack hat. Gewappnet kletterten wir vom Boot ins Wasser und schnorchelten eine halbe Ewigkeit. Das Wasser und all die bunten Fische – unglaublich.

Schnorcheln im Korallengarten

Unser dritter Stop war auf dem Motu Pitiahe. Das Motu Pitiahe, welches direkt neben dem Motu unserer Unterkunft liegt ist unbewohnt. Wir hielten hier um unser Mittagessen zu genießen. Während wir unsere erste Bekanntschaft mit sehr zutraulichen Stachelrochen machten, bereitete unsere Tourguide das Essen zu. Der Junge wiederum zeigte uns wie er mit den Stachelrochen spielte und was man tun musste, damit diese vertrauen erkennen und freiwillig zu einem her kommen. Sofort versuchte ich das selbe, setzte mich ins Wasser, streichelte die Stachelrochen die zu mir her kamen und genoss den Tanz der Rochen um uns herum.

Typisch Polynesisches BBQ aus rohem und frisch gegrilltem Fisch

Das Essen war super lecker und so frisch! Direkt nach dem Essen, welches darüber hinaus unser erstes wirklich einheimisches polynesisches Essen war, lernten wir Körbe und Hüte aus Palmenblättern zu machen.

Selbstgeflochtener Obstkorb aus Palmenblättern

Bevor es zurück in die Unterkunft ging beschlossen wir noch eine Runde um das Motu zu laufen. Unsere Tourguides meinten, das würde in etwa eine Stunde dauern. Als wir um das Motu liefen konnten wir die Schönheit von Maupiti und was wir heute alles erlebt hatten noch gar nicht begreifen. Zurück in der Unterkunft fielen wir nach dem Abendessen direkt glücklich und geschafft ins Bett.

Tag 3

Erkundungstour mit dem Fahrrad auf der Hauptinsel, 360 Grad Viewpoint Mount Teurafaatiu auf 381m & Leckeres polynesisches Essen

28. November 2019: Tatsächlich waren die drei Nächte auf Maupiti im Nachhinein zu wenig für dieses wunderschöne Fleckchen Erde. Was bedeutet, dass wir bereits jetzt auf jeden Fall wiederkommen wollten. Doch heute wollten wir erst einmal den Mount Teurafaatiu auf 381 Metern erklimmen. Wir waren so unglaublich gespannt auf die wunderbare Aussicht, die wir schon so oft im Internet auf Bildern gesehen hatten. War es tatsächlich möglich von der Spitze aus einen 360-Grad-Panorama Blick über die Lagune zu genießen? Würden wir wirklich die Umrisse von Bora Bora in der Ferne erkennen? Wir ließen uns von unserer Unterkunft auf die Hauptinsel fahren.

Dort liehen wir uns für den Tag Fahrräder aus. Unser Plan: Den Mount Teurafaatiu erklimmen, in einem einheimischen Lokal Mittagessen und einmal mit dem Rad um die Insel.

Die Insel Maupiti hat eine einzige Straße, die in 9 km einmal um die Insel führt. Prinzipiell könntest du daher auch einmal um die Insel wandern. Wenn du allerdings den Berg besteigen möchtest, dann empfehle ich dir für die Umrundung das Fahrrad zu nehmen, da es ansonsten zeitlich etwas knapp für einen Tagesausflug wird.

Am Bootsanleger wartete schon die Vermieterin der Räder auf uns. Wir stiegen auf unsere roten Fahrräder und fuhren in Richtung Vai´ea los, bis wir auf Höhe des Restaurants Tarona ein Schild entdeckten, was uns zu verstehen gab, dass hier der Aufstieg beginnt. Wir fragten Einheimische, welche gerade in ihrem Garten saßen, ob wir hier unsere Fahrräder stehen lassen durften. Die Einheimischen fragten uns ob wir mit dem wenigen Trinken den Berg erklimmen wollten. Im Nachhinein waren wir Ihnen so unglaublich dankbar, dass sie uns noch weitere 1,5 Liter Trinken mitgaben, wir hatten die Hitze komplett unterschätzt. Der Aufstieg war wirklich hart. Was zum einen an der unglaublich knallenden Hitze lag und zum anderen daran, dass es am Tag zuvor geregnet hatte und der steile Pfad überaus matschig war. Darüber hinaus hatten wir vom Tag zuvor den Sonnenbrand unseres Lebens. Dafür war die Aussicht gigantisch.

Den ganzen Weg entlang bestaunten wir die Aussicht in die Ferne und die verschiedenen Blau-Töne der Lagune. Immer wieder entpuppen sich verschiedene Felsen rund um den Berg herum zu den besten Fotomotiven. Wir kämpften uns durch bis zur Gipfelspitze. Oben angekommen, genossen wir tatsächlich einen 360-Grad-Panorama Blick über die Lagune und konnten sogar unsere Unterkunft von oben sehen. Auch der Blick von oben auf den Flughafen war den Aufstieg wert gewesen.

Zahlreiche Fotos später wagten wir den Abstieg und schwangen uns schließlich wieder auf unsere Fahrräder. So nass geschwitzt wie heute waren wir glaube ich alle beide noch nie. Wir waren so froh, als wir schließlich ein einheimisches Lokal entdeckten. Sofort bestellten wir uns beide etwas leckeres zu essen.

Essen im Restaurant Tarona

Hier lernten wir zum ersten Mal die Portionen auf Französisch-Polynesien kennen (unglaublich wie viel das ist!!) und lernten, obwohl es so lecker war, zukünftig wohl nur noch eine Portion gemeinsam zu bestellen.

Auch wenn wir schon fix und fertig vom anstrengenden Aufstieg und dem heißen Wetter waren, hatten wir immer noch das Ziel vor Augen, die Insel mit dem Fahrrad zu erkunden. Also schwangen wir uns nach dem Essen wieder auf die Fahrräder und genossen die restliche Fahrt um die Insel.

Unsere Stops während der 9 km Radfahrt um die Insel:

– Mount Teurafaatiu (Aufstieg auf 381m und 360 Grad View Point)
– Passstraße bei Terreia (sehr schöne Aussicht auf die Lagune und auf den westlichen Teil Maupitis vom Mont Terafaatiu bis zum Mont Hotu Paroa): Vorsicht, die Passstraße bei Terreia geht ganz schön steil bergab, was bei den schlechten Bremsen der Fahrräder durchaus eine Herausforderung sein kann.
– Ortschaft Vai´ea
– Petroglyphen einer Schildkröte im Tal von Haranae
– Mount Hotu Ae (schönes Fotomotiv)
– Strand von Tereia (Tipp: plane unbedingt genügend Zeit ein, um von hier in ca. 15 Minuten durch das Wasser auf das Motu Auira zu waten – der Boden ist hier Eben und das Wasser nur knietief) und genieße den wunderschönen Sandstrand vom Motu und den Blick auf die Hauptinsel Maupitis)
– Snackbar Chez Mimi und Restaurant Tarona

Am Wegesrand sahen wir die größten Krebse unseres Lebens, wir entdeckten wunderschöne einsame Sandstrände und unterhielten uns hier und da mit ein paar Einheimischen (auch wenn wir meistens nicht viel verstanden). Was für ein wunderschöner Tag!

Mit der Drohne über Maupiti

Zurück in unserer Unterkunft wollten wir unbedingt noch einmal unsere Drohne über unser Motu fliegen lassen, denn dazu hatten wir bislang noch gar keine Zeit. Nach einer ausgiebigen Dusche begaben wir uns daher auf das Dach unseres Frühstücks-Bungalows und beobachteten die einzigartige Schönheit dieses Ortes von oben. (Selbstverständlich haben wir die Besitzer des Grundstücks vorher um Erlaubnis gefragt). Wir filmen und fotografieren übrigens mit der DJI Mavic Pro 2*.

Drohnenaufnahme über Maupiti
Ist das nicht paradiesisch hier?

Warum also lohnt sich ein Ausflug auf Maupiti?

Um ehrlich zu sein, lassen sich die Erlebnisse gar nicht kürzer beschreiben. Es ist das Zusammenspiel von so viel Ursprünglichkeit und Herzlichkeit, mit welcher wir empfangen wurden. Gemischt mit der Einzigartigkeit der Natur ist Maupiti für uns ein Ort, an welchen wir unbedingt zurückkehren wollen.

Ernährung auf Maupiti

Wir hatten uns im Voraus bereits ausgiebig mit der Insel an sich befasst und deshalb wussten wir, dass wir Restaurants oder Luxus-Unterkünfte hier vergeblich suchen würden. Was wir aber fanden war eine Ruhe und Gelassenheit wie nirgendwo sonst und weitaus mehr leckeres Essen als erwartet. Anne-Marie stellte uns alles was wir zum kochen benötigen und zudem hatten wir auf Tahiti ordentlich eingekauft. Dazu gab es natürlich überall frische Früchte einfach vom Baum – verhungert sind wir also definitiv nicht. Zum Frühstück gab es Baguette aus der Tiefkühltruhe, welches wir uns morgens aufwärmten und mit selbstgemachter Marmelade und Butter genossen – dazu frische Früchte. Mittags aßen wir einmal auf der Tour das frisch zubereitete polynesische Essen und am anderen Tag gönnten wir uns Lunch in einem der beiden Restaurants der Hauptinsel. Zum Abendessen gab es meist Nudeln mit frischen Früchten.

Doch genau das war es was uns so gut gefiel, ganz anders als dieses Leben im Überfluss, welches wir doch heutzutage alle gewohnt sind, findet hier noch bewusstes Leben statt mit Dingen, die man wirklich braucht.

Ein großes Thema war für uns vorab die Trinkwasser-Thematik, da ich leider bisher noch nirgends das Wasser aus dem Wasserhahn vertragen habe. Als wir dann feststellten, dass es tatsächlich nicht möglich war in einem Laden Trinkwasser zu kaufen freundeten wir uns relativ schnell mit der Trinkwasser-Filteranlage an, die es im Haupthaus unserer Unterkunft gab. Das Wasser durften wir wie überall auf Französisch-Polynesien so oft auffüllen wie wir wollten. Seltsamerweise und glücklicherweise vertrugen wir das Wasser beide super gut, was perfekt war, da es ohnehin nichts anderes gab und gleichzeitig aber auch, da es vermutlich schnell das Budget gesprengt hätte in diesem teuren Land ständig abgefülltes Mineralwasser zu kaufen. Zudem schont es natürlich die Umwelt – besser geht es nicht.

Insgesamt gibt es zwei Restaurants auf der Hauptinsel:

Snack Chez Mimi am Plage de Tereia:

Speisekarte Snack “Chez Mimi”

und das Restaurant Tarona, ebenfalls mit direktem Meerblick:

Unterkünfte auf Maupiti

Unterkünfte gibt es in Maupiti nicht gerade viele. Google listet (mittlerweile) ganze 9 Unterkünfte. Insgesamt gibt es aber doch noch ein paar wenige mehr, die ich dann vor Ort entdeckt habe. Insgesamt gibt es Unterkünfte auf der Hauptinsel Maupiti, auf dem Motu Tiapaa und auf dem Motu Pae’ao:

Die folgenden Unterkünfte liegen auf der Hauptinsel Maupiti:

– Pension Maupiti
– Maupiti Residence
– Pension Ludo et Moyra
– Pension I Love Maupiti
– Maupiti location Villa des manguiers
– Pension Tereia
– Maupiti Camping
– Pension Tautiare Village
– Pension Taravanui
– Chez Manu
– Pension terama maupiti
– Pension Espace Beach

Motu Tiapaa:
– Le Kuriri
– Pension Taumatatea
– Maupiti Village
– Pension Rose Des Iles
– Pension Papahani

Motu Pae’ao
Die Pension Fare Pae’ao liegt auf dem Motu Pae’ao umgeben von einem wunderschönen Korallenriff.

Aufgrund der unglaublich guten Bewertung und der Lage interessierten wir uns zuerst für die Maupiti Residence. Diese ist allerdings meistens mindestens 1 Jahr im Voraus ausgebucht und genau diese Antwort haben wir auch von der Unterkunft erhalten. In dem Buch „1000 Places to see before you die“* entdeckte ich damals einen Beitrag über die Unterkunft Le Kuriri – was für ein Zufall. Ich schrieb eine Mail an Anne-Marie und sie sagte uns die Unterkunft für unseren Zeitraum zu. Im Nachhinein war es für uns genau die richtige Wahl. Denn die Schönheit dieses Motus hätten wir nicht verpassen wollen. Weshalb ich nur empfehlen kann, eine Unterkunft auf einem der Motus zu wählen. Denn, die Hauptinsel kann man immer besuchen, aber warum und wie soll man, wenn man auf der Hauptinsel ist, irgendein abgelegenes Motu besuchen?

Das Buch „1000 Places to see before you die“ ist übrigens eine klare Herzensempfehlung! Das Buch beinhaltet so viele versteckte Orte oder eben auch unbekannte Orte, wie die Insel Maupiti, dass es uns bereits für einige Orte dieser Welt inspiriert hat, oder uns eben einen Geheimtipp verschafft hat!

Kosten für 4 Tage & 2 Nächte

Übernachtung:

Pro Nacht hat das Le Kuriri 2019 für zwei Personen im privaten Bungalow (Airport transfer inklusive) 18.900 XPF gekostet. Für die 3 Nächte im Bungalow im Le Kuriri mit Privatstrand und einigen gestellten Basis Lebensmitteln haben wir somit zusammen 56.700 XPF bezahlt (umgerechnet 471,43 Euro).

Die aktuellen Raten für 2021 haben sich etwas geändert. Das Le Kuriri bietet nun wieder Halbpension an, sodass Frühstück und Abendessen inklusivie ist.

Die Raten habe ich der Website vom Le Kuriri entnommen. Pro Person kostet eine Übernachtung vom 01.01.-30.06. und 01.10.-31.12. 13.125 XPF pro Tag im Doppel-Bungalow und 15.225 XPF im Einzelbungalow.

In der Hauptsaison vom 01.07.-30.09.2021 liegen die Preise etwas höher: 13.650 XPF pro Person pro Tag im Doppelbungalow mit Halbpension und 15.225 XPF pro Tag im Einzelbungalow mit Halbpension.

Inklusive ist der Airport Transfer. Für Kinder zwischen 2 und 12 gilt die halbe Rate.

Kosten Ausflüge:

Sammy-tours: eine private Tour würde normalerweise für den gesamten Tag XPF 50.000 bei Sammy Tours kosten. Eine Tour mit bis zu 12 weiteren Personen kostet pro Person: XPF 7.000, das sind umgerechnet ca. 59 Euro pro Person. Ein traditionelles Picnic, Schnorcheln im Korallengarten und mit Manta-Rochen inklusive. Wir hatten das Glück, zu zweit XPF 14.000 zu zahlen und trotzdem eine private Tour zu erhalten.

Die Tour mit Sammy bzw. seiner Familie kann ich dir nur wärmstens empfehlen. Kontaktieren kannst du Sammy hier.

Fahrradverleih für eine Fahrradtour um die Insel: Pro Person ca. 10 Euro.

Hin- & Rückfahrt vom privaten Motu zur Hauptinsel (Kosten beim Le Kuriri): Pro Person 10 Euro.

Essen & Trinken: Auf Maupiti haben wir nur einmal im Restaurant gegessen, da wir ansonsten entweder auf unserem kleinen Motu oder auf einem Ausflug waren. Die Portionen waren beim BBQ und im Restaurant gigantisch und das Essen ist super lecker. Hier haben wir im Restaurant ca. 26 Euro für zwei Essen und zwei Getränke gezahlt. Für Früchte haben wir in Summe ca. 10 Euro bezahlt. Das restliche Essen hat uns das Le Kuriri gestellt und wir haben uns an unseren mitgebrachten Lebensmitteln bedient.

Beste Reisezeit

Auf den Inseln von Französisch Polynesien herrscht tropisches Klima. Generell kannst du daher das ganze Jahr über auf Bora Bora, Tahiti & Co. deinen Traumurlaub in der Wärme genießen. Aber Vorsicht, die tropischen Regengüsse sind nicht so ganz mit den kurzen Regenschauern in Asien zu vergleichen! Wann die beste Reisezeit für deinen Urlaub nach Französisch Polynesien ist, hängt natürlich auch davon ab, was du von deinem Urlaub in die Südsee erwartest.

Durchschnittlich liegt die Jahrestemperatur auf Französisch Polynesien bei ca. 27°C und sinkt auch in der Nacht selten unter 20°C. Es gibt also kaum Schwankungen und ist das ganze Jahr über warm, sodass es keine richtigen Jahreszeiten gibt.

Unterschieden wird daher lediglich zwischen den trockeneren Monaten von April bis Oktober/November und den feuchteren Monaten (November bis März). Die Trockenzeit beginnt in der Regel ab April und hält bis Oktober/November an. In den trockeneren Monaten erwarten dich im Vergleich zur Regenzeit etwas niedrigere Temperaturen zwischen 24 und 29°C. Verantwortlich hierfür ist der trockenere Südostpassat. Die Regenzeit dauert in der Regel von November bis März und sorgt für wesentlich niedrigere Preise, weniger Touristen und die kühle Brise zwischendurch.

Für Maupiti und allgemein die Gesellschaftsinseln ist die beste Jahreszeit die Trockenzeit zwischen April und Oktober. Denn auf Bora Bora bleibt der Regen in den Bergen einfach hängen, wodurch sich lange, heftige Regenschauer ergeben, die in der Regenzeit oft auch mal einen ganzen Tag dauern können. Das schöne ist aber, dass auf einen regnerischen Tag meistens wieder ein absolut traumhafter Tag folgt, was der tropischen Lage zu verdanken ist.

Bei deiner Reiseplanung solltest du allerdings unbedingt beachten, dass es auch zwischen den einzelnen Inselgruppen Unterschiede gibt, was die beste Reisezeit anbelangt. Alles über die beste Reisezeit, die Vor- und Nachteile in der Regenzeit nach Französisch Polynesien zu reisen und weitere Tipps findest du ganz ausführlichen in meinem Bericht über die beste Reisezeit für Französisch Polynesien.

Empfehlung

Hier kannst du dir den Island Guide noch vor deinem Besuch herunterladen. Der Island Guide erscheint jedes Jahr neu für nahezu alle Inseln.


Du warst schon einmal auf Maupiti, wie hat es dir gefallen?

Welche Orte haben dich hier verzaubert? Hast du Geheimtipps oder vielleicht eine Frage zur Anreise oder zu unseren Unterkünften? Schreib es uns in die Kommentare! Wir sind gespannt!


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Reiseführer für deinen Traumurlaub auf Französisch Polynesien

Bist du noch auf der Suche nach einem tollen Reiseführer? Dann haben wir ganz tolle Nachrichten für dich! Denn wir schreiben aktuell an unserem eigenen, ganz persönlichen Französisch Polynesien Reiseführer, in dem wir dir jede Menge Herzenstipps rund um die einzelnen Inseln, das Inselhopping auf Französisch Polynesien, das Land und die Leute mit auf deine Reise ins Paradies geben möchten. Warum wir direkt einen ganzen Reiseführer schreiben? Weil wir bei unserer Reisevorbereitung damals gemerkt haben, dass es einfach viel zu wenige brauchbare Informationen über dieses wunderschöne Fleckchen Erde gibt. Die meisten Reiseführer kratzen lediglich an der Oberfläche, einen reinen Französisch Polynesien Reiseführer, der auf alle Fragen eine Antwort hat, gibt es bislang unserer Meinung nach nicht – dabei haben die Inseln doch so unglaublich viel zu bieten! In unserem Reiseführer beantworten wir außerdem die häufigsten Fragen von euch. Abonniere gerne unseren Newsletter, um alle Neuigkeiten über unseren Reiseführer zu erfahren oder folge uns auf Instagram. Sobald wir die ersten Züge fertig haben, möchten wir euch bei der Gestaltung unseres Reiseführers ganz eng einbinden und fragen euch auf Instagram auch nach euren Wünschen / Vorstellungen! Bis wir diesen aber fertig haben, findet ihr jede Menge Infos bereits hier auf unserem Blog.

Den richtigen und ultimativen Französisch Polynesien Reiseführer zu finden ist demnach wie bereits erwähnt gar nicht so einfach. Möchtest du dennoch auf einen Reiseführer zurückgreifen, möchte ich dir die folgenden beiden empfehlen.

Ich persönlich bin ein großer Lonely Planet Fan und bin beispielsweise auch damals, 2014 auf meine fast einjährige Reise nach Australien, Neuseeland und Südostasien nur mit den englischen Versionen des Lonely Planet gereist. Reiseblogs waren damals noch absolut unüblich und ich lese ohnehin sehr gerne, deshalb war das für mich genau die richtige Informationsquelle – nur die Bilder haben mir etwas gefehlt, da googeln insbesondere im Outback Australiens oft natürlich nicht möglich war.

Meine erste Empfehlung ist daher der Lonely Planet: Tahiti & French Polynesia* Reiseführer. Auf 594 Seiten bekommst du gut strukturiert jede Menge Informationen, ehrliche Reviews, nützliche Maps, Highlighs und kulturelle Einblicke! Der Lonely Planet: Tahiti & French Polynesia gilt als #1 best-selling guide to Tahiti & French Polynesia! Was natürlich nicht verwunderlich ist, da es ansonsten kaum Auswahl gibt, trotzdem finden wir den Reiseführer bislang auch am besten von allen möglichen Reiseführern!

Wer lieber einen deutschen Reiseführer hat und nicht nur in Französisch Polynesien unterwegs ist, wird mit dem Nelles Guide Reiseführer Südsee: Salomonen, Vanuatu, Neukaledonien, Fidschi–Inseln, Samoa, Tonga, Cook–Inseln, Polynesien, Osterinsel eine gute Wahl treffen. Der 2018 erschienene Reiseführer gibt auf 272 Seiten nützliche Informationen rund um die Südsee.

Falls ihr Wünsche oder Anregungen für unser Herzensprojekt, einen Reiseführer über Französisch Polynesien habt, schreibt es uns gerne in die Kommentare!


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