
Sicherheit in Südafrika: Wie gefährlich ist Südafrika wirklich? Wir sprechen offen und ehrlich über unsere Gefühlswelt in 3 Monaten Südafrika
In 3 Monaten einmal mit dem Auto rund um Südafrika – ist das nicht viel zu gefährlich? Diese Frage wurde uns während unserer 3-monatigen Südafrika Rundreise so oft gestellt, dass ich aufgehört habe zu zählen. Ob Südafrika gefährlich ist oder nicht, in diesem Punkt gehen die Meinungen sehr stark auseinander. Während die einen der Meinung sind, dass Südafrika nicht gefährlich ist und die Situation verharmlosen, behaupten wieder andere das genaue Gegenteil. Doch was entspricht der Wahrheit? Wir sind bereits fast 6 Monate und mehr als 18.000 km durch Südafrika gereist und können dir versichern, dass Südafrika nicht ungefährlich, aber auch nicht grundsätzlich so gefährlich ist, dass du es nicht sicher bereisen könntest. Wichtig ist – und das ist meist das entscheidende, dass du dich gründlich über die Sicherheit in Südafrika informierst und dich vor Ort an alle nötigen Verhaltensregeln hältst.
In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit der Frage, wie gefährlich ist Südafrika wirklich. Vorab möchte ich aber noch ergänzen, dass dieser Beitrag keine statistisch fundierte Antwort oder gar eine Garantie liefert, sondern aus unseren persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen resultiert. Ein ehrlicher Reisebericht, wie wir uns während der 3 Monate in Südafrika gefühlt haben, ob wir uns in Südafrika sicher gefühlt haben und als wie gefährlich wir Südafrika wirklich wahrgenommen haben.
Aber: Jede Reise durch Südafrika ist individuell und von eigenen Erfahrungen geprägt
Da jeder Reisende eine individuelle Route durch Südafrika plant, vielleicht andere Straßen wählt, andere Unterkünfte oder andere Entscheidungen trifft, wirst du auf die Frage, ob Südafrika gefährlich ist, mit Sicherheit auch X beliebige Antworten erhalten. Aus diesem Grund ist unsere persönliche Erfahrung keine allgemeine Feststellung, ob Südafrika nun gefährlich ist oder nicht, sondern eben unsere persönliche Erfahrung mit allen Höhen und Tiefen, aus der du lernen kannst und die ein Gefühl von Sicherheit beim Reisen durch Südafrika vermitteln soll – nicht mehr, und nicht weniger. Das ist mir ganz wichtig vorab klarzustellen. Für all unsere wertvollen Tipps zum Thema Sicherheit ist unser Südafrika Reiseführer dein perfekter Begleiter!

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To Do’s / Checkliste am Flughafen nach Ankunft in Südafrika:
- Geld abheben: Gebührenfrei klappt das mit der DKB Visa Card* oder der Hanseatic Bank GoldCard*, z.B. bei der Standard Bank. Unser Tipp: Hebe nicht mehr als 50 Euro für eine 2-3-wöchige Reise ab. Sowohl mit der DKB Visa Card* als auch der Hanseatic Bank GoldCard* kannst du problemlos bargeldlos in Südafrika bezahlen!
- Transfer zur ersten Unterkunft / Mietwagen organisieren: Unbedingt rechtzeitig vorab. Deinen Mietwagen in Südafrika kannst du entweder direkt bei den Autovermietungen über deren offizielle Websites buchen (zum besten Mietwagen Verleiher in Südafrika zählt Avis*, worüber wir schon seit Jahren unsere Mietwägen in Südafrika buchen), oder aber über ein Vergleichsportal wie Mietwagen-Check.de* oder billiger-mietwagen.de*.
- SIM-Karte:
- eSIM-Karte: Idealerweise besorgst du dir vorab eine eSIM-Karte. Wir nutzen die Südafrika eSIM-Karte mit unbegrenztem Datenvolumen von Holafly – mit diesem Empfehlungslink erhältst du 5% Rabatt auf alle eSIM-Karten bei Holafly*). Der Vorteil an einer eSIM-Karte von Holafly ist ganz klar, dass sich Holafly immer in das beste verfügbare Netz einwählt und über unbegrenztes Datenvolumen verfügt. Eine gute Alternative ist der eSIM-Karten Anbieter Airalo, der allerdings nur feste Datenpakete bietet (hier kannst du die eSIM-Karten Datenpakete und Preise von Airalo für Südafrika vergleichen*).
- Lokale SIM-Karte: Alternativ kannst du dir eine lokale SIM-Karte vor Ort besorgen. Der beste lokale SIM-Karten Anbieter ist Vodacom. (Wir haben bereits MTN und Vodacom getestet)
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3 Monate Südafrika Rundreise: So gefährlich ist Südafrika wirklich
Nachdem wir 2021 für 3 Wochen durch Südafrika entlang der Garden Route gereist sind, hatten wir nur einen Traum: Wir wollten in 3 Monaten einmal rund um Südafrika fahren und dabei das wahre, das echte Südafrika und die Menschen dahinter kennenlernen. Gesagt, getan! Wir haben unsere Jobs gekündigt, ein eigenes Unternehmen gegründet, uns ein One-Way Ticket nach Johannesburg gebucht und sind im November 2022 auf Open-End-Weltreise gegangen. Gestartet haben wir unsere Weltreise mit unserer dreimonatigen Reise einmal rund um Südafrika. Mehr als 10.000 km sind wir in dieser Zeit einmal rund um Südafrika gefahren und haben unzählige Abenteuer erlebt. Und obwohl jeder Tag für sich ein absolutes Highlight war, haben wir auch das wahre, echte und teilweise auch gefährliche Südafrika während dieser Zeit kennengelernt.
Auf der Karte siehst du unsere vollständige 3-monatige Route rund um Südafrika im Überblick. Dabei ist es seitdem natürlich nicht geblieben – schließlich hat uns Südafrika voll und ganz in seinen Bann gezogen. Unsere 3-wöchige Garden Route Rundreise sowie unsere anderen Rundreisen, die wir bisher durch Südafrika unternommen haben, findest du zum Teil in der Kategorie Südafrika Rundreisen, definitiv aber in unserem 650-seitigen Südafrika Reiseführer.
Unsere Erfahrungen während unserer Reise durch Südafrika
Lasst uns direkt mit der Tür ins Haus fallen. Während unserer 3-monatigen Reise durch Südafrika haben wir leider nicht nur positive Erfahrungen gemacht, was die Kriminalität und Sicherheit in Südafrika betrifft. Wir sind auf falsche Polizisten gestoßen, wurden an einer Ampel umzingelt mit der Intention uns Auszurauben, wurden bedroht und wären beinahe Opfer der berühmten Kreditkarten-Betrugsmasche geworden.
Größtenteils sind die Vorfälle aber darauf zurückzuführen, dass wir aufgrund unserer Umrundung von Südafrika auch durch Gegenden gefahren sind, die nicht unbedingt Touristen-Hotspots sind. Wären wir nicht auf all diese Situationen – die bei einer so langen Zeit trotzdem an einer Hand abzuzählen sind – vorbereitet gewesen und hätten im entscheidenden Moment gewusst, was nun zu tun ist (in unserem 650-seitigen Südafrika Reiseführer widmen wir mehr als 18 Seiten dem Thema Sicherheit in Südafrika), wären auch wir wohl erneut (leider hatten wir bereits einen Überall in den USA) Opfer der Kriminalität geworden und würden Südafrika heute vermutlich nicht so sehr lieben, wie wir es tun. Auch, wenn dieser Beigeschmack der Kriminalität für uns wohl nie komplett verschwinden wird.
Eingeprägt haben sich für uns auf jeden Fall die falschen Polizisten in Südafrika, vor der ich dich an dieser Stelle gerne warnen möchte.
Falsche Polizisten in Südafrika
In Südafrika gibt es die unterschiedlichsten Arten von Polizisten, vor denen du dich in acht nehmen solltest. Während falsche Polizisten vor allem rund um Johannesburg und allgemein in den Provinzen Gauteng, Mpumalanga, Kwa-Zulu-Natal und Ost-Kap verbreitet sind, bist du in keiner Region Südafrikas vor korrupten Polizisten geschützt. Gerätst du an falsche Polizisten, ist das fatal, denn diese sind nur daran interessiert dich auszurauben. Während unserer Reise durch Südafrika hatten wir in mehr als 3,5 Monaten zwei Mal das Pech, auf falsche Polizisten zu treffen.
Das war einmal auf der Strecke von Johannesburg nach Graskop auf die Panorama Route, als ein falscher Polizist versucht hat uns vom Highway zu locken und einmal mitten im Nirgendwo im Ost-Kap, als wir durch eine kleine Stadt gefahren sind, die für Touristen maximal als Durchfahrtsstadt zählt. Damit du im Fall der Fälle genau weißt, wie du auf falsche Polizisten reagieren solltest und wie du dich vor falschen Polizisten schützt, gehe ich in unserem Südafrika Reiseführer ausführlich auf unsere beiden Situationen ein.
Bereits an dieser Stelle möchte ich dir aber mit an die Hand geben, dass das kein Grund ist, nicht als Selbstfahrer durch Südafrika zu fahren. Im Gegenteil – Südafrika eignet sich trotz allem wunderbar zum Entdecken als Selbstfahrer auf eigene Faust! Wie so oft ist lediglich entscheidend, dass du dich mit den Situationen auseinandersetzt und dich damit vertraut machst, wie du im Fall der Fälle reagieren wirst. Denn je mehr du dich mit möglichen Situationen und deiner Reaktion auf diese Situationen vertraut machst, umso sicherer kannst du letztendlich auch durch Südafrika reisen.

Wie gefährlich ist Südafrika nun wirklich?
Wie bereits erwähnt, können wir all unsere Vorfälle, egal ob mit falschen Polizisten, Kreditkartenbetrug oder Ähnliches in fast 6 Monaten an nur einer Hand abzählen. Das heißt nicht, dass dass Südafrika gänzlich ungefährlich ist. Egal wie sehr wir Südafrika lieben, Südafrika ist nicht ungefährlich und sicher haben wir uns in Südafrika auch nicht jederzeit gefühlt.
So sehr wir unsere Reise durch Südafrika schätzen und geliebt haben, so sehr waren wir aber auch erleichtert, als wir nach 3 Monaten mit ständiger Vorsicht, einfach ohne Nachzudenken in Vietnam Nachts wieder auf der Straße laufen konnten. Das Gefühl werde ich wohl nie wieder vergessen. Trotzdem würden wir jederzeit wieder nach Südafrika reisen – und werden das auch tun. Gerade unsere letzte Südafrika Rundreise entlang der Garden Route und der Route 62 hat uns gezeigt, dass wir uns in Südafrika durchaus sehr sicher fühlen können – letztendlich kommt es nun einmal immer darauf an, wo genau man sich aufhält und welche Teile des Landes man erkundet.

Diese Dinge dürfen auf keiner Südafrika Reise fehlen:
Das Leben in Gated Communities und hinter Stacheldrahtzäunen
Doch die vielen Stacheldrahtzäune und Schutzzäune um die eigenen Häuser, aber auch beispielsweise die Weingüter, haben etwas in uns bewegt. Es fühlt sich an wie eine ständige Hülle, die uns wie ein Schleier während der gesamten Reise begleitetet hat. Denn ob wir wollen oder nicht, auch, wenn uns in Südafrika nichts passiert ist und wir sicher durch Südafrika gereist sind wissen wir, dass das bei ein paar der Situationen auch ganz anders hätte ausgehen können. Je mehr wir uns mit Südafrikanern selbst unterhalten haben, umso mehr haben wir auch die Angst der Südafrikaner vor dem eigenen Land gespürt. Und das nicht nur, weil es nicht empfohlen wird nachts alleine draußen rum zu laufen oder alleine auf den Tafelberg zu wandern. Nein, vielmehr waren es die Unterhaltungen mit Einheimischen und deren eigene Erlebnisse, die uns erst zum Nachdenken angeregt haben.
Ist ein Land wirklich lebenswert, in dem man sich in seinem eigenen Haus einsperren muss, Gitter vor den Fenstern und Türen errichten muss und selbst ein Weingut nur eingezäunt überleben kann? Letztendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, doch wir wollten im ersten Schritt auch nicht für immer in Südafrika leben, sondern Südafrika bereisen. Doch spätestens, als wir die typischen Touristenorte Südafrikas verlassen haben, haben wir gemerkt, dass Südafrika als Tourist zu bereisen oder als Südafrikaner zu bereisen gar keinen so großen Unterschied macht. Denn letztendlich müssen Südafrikaner selbst genau dieselben Vorkehrungen treffen, wie wir als Tourist. Aber irgendwie ist es auch genau das, was es uns letztendlich ermöglicht hat, so tief in Südafrika einzutauchen, wie wir es gemacht haben.

Sind einzelne Regionen von Südafrika gefährlicher als andere?
Kommen wir zum entscheidenden Punkt, weshalb wir uns überhaupt ab und an unsicher in Südafrika gefühlt haben. Verantwortlich dafür sind die Regionen und einzelne Gegenden von Südafrika, in die wir gereist sind.
Einzelne Regionen und Gegenden von Südafrika haben wir komplett anders wahrgenommen als andere. Aus diesem Grund ist es auch einfach nicht möglich, Kapstadt oder Johannesburg mit ganz Südafrika in einen Topf zu werfen. Denn ja, es gibt Gegenden in Südafrika, die weniger sicher oder sicherer sind als andere. Während Johannesburg, Port Elizabeth und Durban zu den gefährlichsten Orten des Landes gehören, sind die Garden Route und die Westküste vergleichsweise sicher. Auch in den Cederberge, in der Kalahari und allgemein in den Nationalparks haben wir uns sehr sicher gefühlt. Letztendlich ist Kapstadt auch nicht ungefährlicher als andere Großstädte dieser Welt. Persönlich möchte ich sogar behaupten, dass ich mich in San Francisco in den USA weit unsicherer gefühlt habe als in Kapstadt oder gar Johannesburg – aber wie so oft, ist das eine persönliche Einschätzung, die sicher jeder anders empfindet, was auch völlig normal und in Ordnung ist.
Sei aufmerksam beim Autofahren
Aufmerksam solltest du vor allem in den Städten und beim Autofahren sein. Solange du dich entlang der Garden Route weiter daran hältst auch bei Zwischenstopps dein Gepäck nicht sichtbar im Auto zu verstauen und deine Wertsachen stets bei dir trägst, kannst du die Garden Route ohne weiteres sowohl als Alleinreisender, als Paar oder als Familie bereisen. Ohne Frage gilt die Garden Route als sicherste Region Südafrikas, was aber auch daran liegt, dass die Einheimischen entlang der Garden Route vorwiegend vom Tourismus leben und deshalb ein großes Augenmerk darauf haben, dass die Garden Route für Touristen sicher bleibt.
Wirfst du einen Blick auf unsere Route einmal rund um Südafrika wirst du sehen, dass wir auch durch Städte und Gegenden gefahren sind, die nicht gerade Touristen-Hotspots sind. Gerade wenn es in die ländlichen und ärmeren Gegenden geht, bist du als Tourist nach wie vor eine Attraktion. Gehe immer davon aus, dass es in den Dörfern nur so von Menschen wimmelt, diese auch mitten auf den Straßen umherlaufen und neugierig in dein Auto blicken. Hier gilt: halte deine Autotüren verriegelt, die Fenster verschlossen und deine Wertsachen nicht sichtbar im Auto versteckt. Auch solltest du es vermeiden in einem Nicht-Touristen-Ort mitten in Südafrika anzuhalten. Wähle für einen Zwischenstopp oder eine kurze Pause lieber die größeren Rastplätze entlang den Nationalstraßen.
So sicher sind die einzelnen Provinzen
Möchtest du wissen, welche Provinzen in Südafrika zu den gefährlichsten und welche wiederum zu den ungefährlichsten gehören, hilft ein Blick auf den offiziellen Crime check, den Südafrikaner gerne nutzen um herauszufinden, wie gefährlich ihre „Nachbarschaft“ ist. Besonders die Umfragen, wie sicher sich die Bewohner in einzelnen Regionen des Landes sowohl tagsüber als auch nachts fühlen, finde ich immer wieder erschreckend.
Da die Statistik alle 3 Monate ergänzt wird und sich auch stetig verändert, verzichte ich an dieser Stelle auf eine detaillierte Auflistung aller Provinzen. Offensichtlich wird aber bereits auf den ersten Blick, dass sich die Raubüberfälle und schweren Verbrechen vor allem auf die Ballungszentren und Städte sowie die Ostküste konzentrieren. Die Kap Halbinsel und Garden Route sind vergleichsweise sicher, ebenso die Westküste. Die sicherste Provinz ist das Nord-Kap, was aber natürlich vor allem daran liegt, dass es weit weniger dicht besiedelt ist als die restlichen Provinzen. Statistisch gesehen ist damit der Westen Südafrikas deutlich sicherer als der Osten.
Besonders prägend
In Paternoster beispielsweise wird versucht, was in allen anderen Orten als schier unmöglich erscheint. Das Zusammenleben von allen Menschen egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder Bildung. Ob wir uns dabei unwohl gefühlt haben? Auf den ersten Blick sicherlich, doch je länger wir in Paternoster waren und je mehr Zeit wir dort verbracht haben, umso sicherer haben wir uns gefühlt. Denn zum ersten Mal, haben wir auch eine Gemeinschaft gespürt. Hier hatten die Menschen kein Interesse uns auszurauben, vielmehr haben die Menschen den Ort als Einheit gesehen – ein tolles Gefühl.
Das komplette Gegenteil hiervon haben wir in Langebaan an der Westküste, aber natürlich auch in Johannesburg erlebt. Menschen in Townships leben hier komplett abgeschottet vom restlichen Teil der Bevölkerung – oder soll ich es besser andersherum ausdrücken? Viele Menschen sperren sich selbst in riesige Estates ein, um sich ein gewisses Stück Sicherheit zu kaufen. Und ganz ehrlich? So gut und beruhigt haben auch wir schon lange nicht mehr geschlafen. Verrückt ist es trotzdem und etwas haben wir uns selbst gefühlt wie in einem Zoo, in dem wir uns selbst vor den vielen Gefahren Wegsperren, die außerhalb der Estates auf uns warten.
Welche Gegenden oder Stadtteile sind zu meiden?
In Städten wie Kapstadt oder Johannesburg, aber auch in anderen Orten wirst du zunächst geschockt sein, denn die mit Stacheldraht eingezäunten Häuser, deren Mauern teils mehr als 3 Meter hoch sind und zusätzlich die Kameras, das private Sicherheitspersonal oder Gitter vor den Fenstern und Türen sind kaum zu übersehen. Aber genau diese Sicherheitsmaßnahmen sind es, die die Städte Südafrikas überhaupt erst lebenswert machen und auch dich als Tourist schützen, wenn du in einer der Häuser übernachtest. Welche Gegenden und Stadtteile jeweils zu meiden sind, erfährst du in unserem Südafrika Reiseführer in den einzelnen Kapiteln zu den jeweiligen Orten im Abschnitt Übernachten. Generell kannst du dir schon einmal merken, dass du in Kapstadt vor allem die Cape Flats, also die Townships meiden solltest.
In Johannesburg ist es vorrangig das Stadtzentrum. Nach mehr als 3 Monaten in Südafrika haben wir vor allem Gated Communities zum Übernachten sehr geschätzt. Das sind abgeschlossene Wohnsiedlungen mit Elektrozäunen und Sicherheitspersonal, in welche nur Bewohner und mit Einladung deren Gäste dürfen, so können sich die Bewohner frei bewegen und nachts sogar ihre Fenster beim Schlafen offenlassen – für uns das Beste Gefühl! Auch, wenn es verrückt und kaum zu glauben ist, dass es tatsächlich notwendig ist, sich selbst so sehr einzuschränken nur, um sicher zu sein.
Hast du schon eine Auslandskrankenversicherung für deine Südafrika Reise?
Sobald du außerhalb der EU verreist, greift deine gesetzliche oder auch private Krankenversicherung in der Regel nicht mehr. Sollte dir etwas passieren, musst du dies dann aus eigener Tasche bezahlen. Unter Umständen kann das sehr schnell sehr teuer werden. Auch wenn sich natürlich niemand wünscht, auf Reisen ein Krankenhaus aufsuchen zu müssen, passiert dies oft schneller als man denkt. Der geringe Beitrag für die Auslandskrankenversicherung ist in jedem Fall gut investiert. Bei einer Reise nach Südafrika ist eine Auslandskrankenversicherung ein Muss.
Welche Auslandskrankenversicherung die für dich richtige ist, musst du letztendlich selbst entscheiden. Bei Reisen unter 56 Tagen empfehle ich dir die HanseMerkur Auslandskrankenversicherung*. Diese gibt es als Einmalversicherung ab 10 Euro oder als Jahresversicherung ab 25 Euro im Einzeltarif und im Familientarif. Die Jahres-Versicherung besitzt sofortigen und weltweiten Versicherungsschutz ohne Selbstbeteiligung für beliebig viel Reisen innerhalb eines Jahres von einer Reisedauer bis 56 Tage und deckt Medizinische Behandlungen sowie die Kosten für Krankentransport ab. Reist du länger als 56 Tage, solltest du eine langfristige Auslandskrankenversicherung bis 1 Jahr oder eine langfristige Auslandskrankenversicherung bis 5 Jahre in Erwägung ziehen.
Besonders praktisch: Die HanseMerkur bietet entweder für eine Reise ab 49 Euro oder pro Jahr ab 55 Euro auch eine Reiserücktrittsversicherung* an, falls du den Urlaub absagen oder abbrechen musst.
Alternativ kannst du auf eine Versicherung deines Kreditkartenanbieters zurückgreifen. Bei der American Express Platinum Kreditkarte* oder der Hanseatic Bank GoldCard* sind attraktive Reiseversicherungen inklusive.
Wandern in Südafrika
Zu guter Letzt möchte ich noch kurz über das Thema Wandern in Südafrika sprechen. Neben den verschiedenen Regionen, hat uns vor allem das Wandern in Südafrika sehr geprägt. Denn anders als beispielsweise in Australien, ist es in Südafrika nicht so einfach mit dem „einfach darauf loslaufen“. Wanderungen sollten geplant werden, oftmals trägt man sich vorher in eine Liste ein und niemals, aber auch wirklich niemals, sollte alleine gewandert werden. Gerade in den letzten Monaten haben sich die Überfälle sehr gehäuft.
Sicher haben wir auch was das Wandern in Südafrika betrifft oftmals wirklich Glück gehabt, denn so ganz an unsere eigenen Regeln haben wir uns nicht gehalten. Anstatt in Gruppen sind wir stets nur zu zweit gewandert. Unsere Wertsachen inkl. Drohne hatten wir dabei auch stets im Gepäck. Ob das ein Risiko ist? Ganz gewiss.
Ich erinnere mich noch als wäre es heute an den Moment, als wir auf den Tafelberg über das India Venster gewandert sind und uns ein Mann in Schlabberklamotten entgegen gekommen ist. Was in anderen Ländern kein Grund zur Sorge ist, kann in Südafrika schnell einen Schrecken auslösen. Denn eigentlich, zumindest wenn es nach unserer Gastgeberin in Kapstadt gegangen wäre, hätten wir gänzlich auf eine Wanderung auf den Tafelberg verzichten sollen. Doch abgesehen davon waren wir sehr vorsichtig, sind beinahe ausschließlich in Nationalparks gewandert und hatten immer unsere Handys für Notfälle dabei – mal abgesehen davon, dass ich ohne Handy ohnehin nie das Haus verlasse ;-).
Fazit Sicherheit in Südafrika: So reist du sicher durch Südafrika
Aber was bedeutet das nun für die Sicherheit in Südafrika? Kannst du sicher durch Südafrika reisen und ist das sogar als Alleinreisende Frau möglich? Wir finden, ja, denn grundsätzlich ist Südafrika nicht gefährlich, solange du dich an bestimmte Verhaltensregeln hältst, einen gesunden Menschenverstand einschaltest und entscheidende Gegenden meidest. Wie du an unserer Reise gesehen hast, hilft das wirklich ungemein und ein gewisses Bewusstsein für das Land durch welches du reist ist entscheidend, um sicher durch Südafrika zu reisen.
Damit auch du grundsätzlich sicher durch Südafrika reisen kannst und im entscheidenden Moment weißt was zu tun ist, haben wir unsere Erfahrungen und Erlebnisse aus fast 6 Monaten durch Südafrika hervorgerufen und in unserem 650-seitiger Südafrika Reiseführer einen Guide gepackt, der dich auf mehr als 18 Seiten sicher durch Südafrika bringt. Und damit meine ich nicht nur Kapstadt und die Garden Route, sondern ganz Südafrika. Denn eines ist gewiss, Kapstadt und die Garden Route kann, was die Sicherheit betrifft, unmöglich mit dem Rest von Südafrika verglichen werden. Unser Kapitel Sicherheit in unserem Südafrika Reiseführer gibt dir alles mit an die Hand geben, was du benötigst, um sicher durch Südafrika zu reisen.
Das erwartet dich im Abschnitt Sicherheit in unserem 650-seitigen Südafrika Reiseführer:
- Wichtige Verhaltensregeln
- Betrugsfälle und wie du dich schützt
- Sicher unterwegs in Südafrika
- Ansprechpartner und Notrufnummern
- Extra Kapitel zum Thema Sicherheit beim Autofahren

Häufig gestellte Fragen
Welche Kreditkarte ist die beste Kreditkarte für Südafrika?
Das gängigste Zahlungsmittel in Südafrika ist die Kreditkarte. Seit die South African National Parks (SANParks) offiziell Bargeldlos sind um die Sicherheit zu erhöhen, hat sich die Kreditkarte auch bei vielen weiteren Dingen durchgesetzt und das Bargeld fast ausnahmslos ersetzt. Touristen sparen sich so lästige Umtauschgebühren und mögliche Aufschläge beim Abheben von Bargeld. Um auch künftig noch Parkwächtern, Tankwarten, Kellnern etc. ein Trinkgeld zu ermöglichen, empfiehlt es sich dennoch ein paar Rand abzuheben und in Bar dabei zu haben. Ein Notgroschen von ca. 50 Euro (etwa 1.000 Rand) in Bar (aufgeteilt in kleinere Scheine) mitzuführen ist darüber hinaus immer sinnvoll.
Die Gebühren zum Geld abheben am Flughafen sind in Südafrika ziemlich hoch – egal mit welcher Kreditkarte, denn die Gebühr wird vom Automaten erhoben. Da Südafrika ohnehin weitestgehend bargeldlos ist, genügt es an deinem ersten Übernachtungsort direkt bei einer Bank, wie etwa der Standard Bank, Bargeld abzuheben.
Eine Kreditkarte, mit der man weltweit gebührenfrei bezahlen und kostenlos Geld abheben kann, ist für eine Südafrika Reise unerlässlich. Empfehlenswert sind:
- DKB Visa Debit-/bzw. Kreditkarte: Zu den besten Kreditkarten zählt die DKB Visa Card*, die weltweit gebührenfreie Zahlungen und kostenlose Bargeldabhebungen ermöglicht. Bei der Beantragung der DKB Visa Card*, bekommst du zum kostenlosen Girokonto eine Visa Debitkarte dazu. Bereits mit der DKB Visa Debitkarte kannst du weltweit kostenlos mit Karte bezahlen und ab einem Mindestbetrag von 50 Euro auch kostenlos Bargeld abheben. Die weltweite Kartenzahlung in Fremdwährung ist jedoch nur mit dem kostenlosen Aktivstatus kostenlos. Um den Aktivstatus zu bekommen, muss regelmäßig ein monatlicher Geldeingang von 700 Euro auf das Girokonto erfolgen. Beachte, dass die Visa Debitkarte keine vollständige Kreditkarte ist und es vor allem bei Mietwagenverleihern zu Problemen kommen kann. Es lohnt sich für 2,49 Euro im Monat zusätzlich die DKB Visa Kreditkarte zu bestellen. Mit dieser wird die Zahlung nur einmal im Monat vom Konto abgebucht und du kannst das Kreditkartenlimit flexibel einstellen.
- Hanseatic Bank GoldCard: Ebenso wie die DKB, gehört die Hanseatic zu den beliebtesten Kreditkartenanbietern für weltweite Reisen. Die Hanseatic Bank bietet derzeit zwei Kreditkarten, die für Südafrika attraktiv sind. Zum einen die kostenlose Hanseatic Bank GenialCard*, zum anderen die Hanseatic Bank GoldCard*, die 4,90 Euro pro Monat kostet, aber zusätzliche Vorteile, wie ein großzügigeres Kreditkartenlimit von bis zu 3.500 Euro und gebührenfreies Geld abheben, auch innerhalb Deutschlands, bietet. Weitere Vorteile der Hanseatic Bank GoldCard sind, dass diverse Versicherungen, wie eine Auslandskrankenversicherung, eine Reiseabbruchversicherung oder eine Reisegepäckversicherung inbegriffen sind. Mit beiden Kreditkarten kannst du weltweit bargeldlos bezahlen und gebührenfrei Geld abheben.
- TF Bank: Wer sich zusätzlich mit einer Mastercard absichern möchte, kann auf die gebührenfreie TFBank Mastercard Gold* zurückgreifen, die ebenfalls weltweit gebührenfreie Zahlungen und Bargeldauszahlungen ermöglicht.

Reise Kreditkarte gesucht?
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2. Welche Rundreisen kann ich durch Südafrika unternehmen?
Südafrika ist ein Paradies für Rundreisen jeglicher Art! Du bist auf der Suche nach der perfekten Südafrika Rundreise, ganz nach deinem Geschmack? Dann haben wir großartige Neuigkeiten für dich! Denn unser 650-seitiger Südafrika Reiseführer beinhaltet insgesamt 10 komplett ausgearbeitete Routenvorschläge für Südafrika, die allesamt verschiedene der schönsten Südafrika Sehenswürdigkeiten miteinander kombinieren!

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