
Johannesburg in Südafrika: Die schönsten Sehenswürdigkeiten und besten Aktivitäten
Johannesburg in Gauteng ist die größte Stadt Südafrikas und der Ausgangspunkt für den beliebten Kruger Nationalpark, die Panorama Route oder die Drakensberge. Für viele ist Johannesburg, welches unter Einheimischen liebevoll auch „Jozi“ oder „Joburg“ genannt wird, einfach nur eine riesige, gefährliche Stadt, bei welcher sich kaum einer sicher ist, ob er die Stadt nun anschauen oder meiden soll. Wir wollten der 5,6 Millionen Metropole eine Chance geben und haben drei Nächte in Johannesburg verbracht. In diesem Beitrag nehmen wir dich mit in die bunte, lebendige und aufregende Stadt Johannesburg. Wir verraten dir nicht nur, ob sich ein Besuch in Johannesburg lohnt, sondern auch, welche Johannesburg Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten du keinesfalls verpassen solltest und welches unsere Highlights waren.

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Hilfreiche Tipps für deinen Urlaub in Südafrika:
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- Reisedauer: idealerweise mindestens 2 Nächte
- Südafrika Eindrücke: Für weitere Südafrika Eindrücke und Videos, schau gerne in unseren Instagram Story Highlights Südafrika vorbei. Wir waren bereits mehrmals in Südafrika und nehmen euch in unseren Instagram Stories natürlich immer live mit!
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To Do’s / Checkliste am Flughafen nach Ankunft in Südafrika:
- Geld abheben: Gebührenfrei klappt das mit der DKB Visa Card* oder der Hanseatic Bank GoldCard*, z.B. bei der Standard Bank. Unser Tipp: Hebe nicht mehr als 50 Euro für eine 2-3-wöchige Reise ab. Sowohl mit der DKB Visa Card* als auch der Hanseatic Bank GoldCard* kannst du problemlos bargeldlos in Südafrika bezahlen!
- Transfer zur ersten Unterkunft / Mietwagen organisieren: Unbedingt rechtzeitig vorab. Deinen Mietwagen in Südafrika kannst du entweder direkt bei den Autovermietungen über deren offizielle Websites buchen (zum besten Mietwagen Verleiher in Südafrika zählt Avis*, worüber wir schon seit Jahren unsere Mietwägen in Südafrika buchen), oder aber über ein Vergleichsportal wie Mietwagen-Check.de* oder billiger-mietwagen.de*.
- SIM-Karte:
- eSIM-Karte: Idealerweise besorgst du dir vorab eine eSIM-Karte. Wir nutzen die Südafrika eSIM-Karte mit unbegrenztem Datenvolumen von Holafly – mit diesem Empfehlungslink erhältst du 5% Rabatt auf alle eSIM-Karten bei Holafly*). Der Vorteil an einer eSIM-Karte von Holafly ist ganz klar, dass sich Holafly immer in das beste verfügbare Netz einwählt und über unbegrenztes Datenvolumen verfügt. Eine gute Alternative ist der eSIM-Karten Anbieter Airalo, der allerdings nur feste Datenpakete bietet (hier kannst du die eSIM-Karten Datenpakete und Preise von Airalo für Südafrika vergleichen*).
- Lokale SIM-Karte: Alternativ kannst du dir eine lokale SIM-Karte vor Ort besorgen. Der beste lokale SIM-Karten Anbieter ist Vodacom. (Wir haben bereits MTN und Vodacom getestet)
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- Übernachten in Johannesburg in Südafrika – unsere Tipps
- Johannesburg in Südafrika: Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und unsere Highlights
- 1. Johannesburg Sehenswürdigkeiten: Besuche Soweto, das größte Township von Südafrika
- 2. Johannesburg Sehenswürdigkeiten: Johannesburg City Center
- 3. Johannesburg Sehenswürdigkeiten: Mandela Bridge
- 4. Johannesburg Sehenswürdigkeiten: Apartheid Museum
- 5. Stadien in Johannesburg
- 6. Johannesburg Sehenswürdigkeiten: Botanical Garden
- Häufig gestellte Fragen
- 1. Johannesburg in Südafrika besuchen – lohnt sich ein Besuch?
- 2. Wie gefährlich ist Johannesburg in Südafrika wirklich?
- 3. Wie viele Tage sind für einen Urlaub in Johannesburg empfehlenswert?
- 4. Was ist die beste Reisezeit für Johannesburg in Südafrika?
- 5. Welche Kreditkarte ist die beste Kreditkarte für Südafrika?
- 6. Welche Rundreisen kann ich ausgehend von Johannesburg durch Südafrika unternehmen?
Übernachten in Johannesburg in Südafrika – unsere Tipps
Das The Cliffside Boutique Getaway
The Cliffside Boutique Getaway* hat nicht nur unsere Erwartungen erfüllt, sondern sie in jeglicher Hinsicht übertroffen. Niemals hätten wir erwartet, in Johannesburg einen Ort zu finden, an welchem wir uns rundum wohl und sicher fühlen würden.
Weil wir genau wissen wie wichtig die richtige Unterkunft in Johannesburg ist, wollen wir dir die Unterkunft im Folgenden etwas genauer vorstellen. Dabei haben wir auch noch einen absolut genialen Geheimtipp für dich, welchen wir nur dank dieser Unterkunft erleben durften.
Das The Cliffside Boutique Getaway* ist ein relativ neues Hotel in Johannesburg, an der Spitze des Northcliff-Kamms in Randburg und überzeugt mit afrikanischem Design, Komfort und Funktionalität. Neben einem großen Pool und einer Sauna stehen Gästen verschiedene Gemeinschaftsräume und ein schicker Garten zur Verfügung.


Die Zimmer im The Cliffside
Die 5 Zimmer, welche alle individuell und äußerst modern eingerichtet sind, bieten fantastische Ausblicke und Privatsphäre pur.


In der Nacht wartete eine besondere Überraschung, denn das Hotel verfügt über ein eigenes Teleskop, welches du dir auf dein Zimmer bringen lassen kannst, um in der Nacht die Sterne zu beobachten.
Frühstück-, Mittag- und Abendessen im The Cliffside
Ganz ehrlich? Wir haben selten besser gegessen als im The Cliffside Boutique Getaway*. Als wir uns am Ankunftstag für das Dinner entschieden und uns im Außenbereich ein romantisch gedeckter Tisch erwartete und wir die extra für uns angefertigten Cocktails sahen, konnten wir unseren Augen nicht trauen. Dieser Cocktail – wir selbst durften ihm einen eigenen Namen geben und tauften den kreierten Cocktail Lavender Gin Journey – hat alles übertroffen, was wir je getestet haben. Lavendel, Passion Fruit Sorbet und rote Beeren, einfach himmlisch.

Solltest du je im The Cliffside sein, bestelle der Küchenchefin einen lieben Gruß von uns und bestelle dir diesen Cocktail, du wirst begeistert sein! Doch auch das Essen ist der pure Wahnsinn. Phindy, die Köchin, kocht mit so viel Leidenschaft und Hingabe, die wir bei jedem Bissen spüren konnten.
Für das perfekte Frühstück konnten wir online oder auf einem Zettel jeweils am Vorabend ankreuzen, was wir am nächsten Morgen frühstücken möchten. Es gab wirklich alles, was unser Herz begehrte und noch so viel mehr. Mein absolutes Highlight waren die – für mich extra glutenfreien – Pancakes, aber auch das glutenfreie Brot war der absolute Traum. Vermutlich sagen in diesem Fall aber Bilder mehr als tausend Worte, deshalb schaue dir am besten die Bilder an und überzeuge dich selbst :-).

Hidden Gem im The Cliffside Boutique Getaway
Das The Cliffside* verfügt über einen fantastischen Bonus, über welchen in Johannesburg nur dieses Hotel und die angrenzenden Anwohner verfügen: Den exklusiven Zugang zum angrenzenden Mountain Reserve, welches bis vor kurzem noch für die Öffentlichkeit zugänglich war. Nun ist es privatisiert und Gäste des Hotels haben mit einem privaten Schlüssel die Möglichkeit, eine unvergessliche Wanderung bis auf die Spitze des Naturreservates zu unternehmen und dort den besten Blick über Johannesburg zu erleben, welcher nur möglich ist. Dass wir ausgerechnet in Johannesburg eine solch geniale Wanderung unternehmen, war wirklich das letzte, was wir erwartet haben und wird uns wohl für immer in Erinnerung bleiben.
➽ The Cliffside Boutique Getaway*


Weitere tolle Unterkünfte in Johannesburg:
- Eine gute Wahl im kleineren Budget ist das Le’Ciara Guest House*
- Suchst du eine Unterkunft im mittleren Budget, ist das Home Suite Hotels Rosebank eine tolle Wahl!
- Im höheren Budget liegt das The Houghton Hotel*, das über einen großzügigen Poolbereich und Blick auf den benachbarten Golfplatz verfügt!
Johannesburg in Südafrika: Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und unsere Highlights
Wir wollten das wahre, echte Johannesburg kennenlernen – und das, ohne uns in Gefahr zu begeben. Auf Empfehlung von Cindy, der Managerin des The Cliffside* hin, haben wir uns deshalb entschieden eine Ganztagestour mit einem Guide zu unternehmen. Empfehlen können wir diese Tour hier auf GetYourGuide* (ab 61 Euro)! Alternativ kannst du auch eine Hop-On/Hop-Off-Tour* (ab 17 Euro) durch Johannesburg unternehmen. Selbst in Johannesburg umherzufahren war für uns keine Option, deshalb haben wir um eine Abholung gebeten. Sandile, so heißt unser Guide, ist waschechter Südafrikaner. Mit ihm haben wir alle Johannesburg Sehenswürdigkeiten sowie die wichtigsten Viertel der Stadt besucht.
Doch das wichtigste vorab! Johannesburg auf eigene Faust zu besuchen, können wir nicht empfehlen! Das sind die besten geführten Touren in Johannesburg:
- Soweto Walking Tour mit Mittagessen* (ab 36 Euro)
- Maboneng Street Art Tour* (ab 34 Euro)
- Geführte Fahrradtour durch Soweto Township* (ab 41 Euro)
- Johannesburg City Centre Walking Tour* (ab 41 Euro)
- Taste of Africa Food Tour* (ab 55 Euro)
- Hillbrow Walking Tour* (ab 47 Euro)
Auf der Karte findest du die wichtigsten Johannesburg Sehenswürdigkeiten im Überblick. Möchtest du die Karte auf deinem Smartphone in der Google-Maps-App öffnen, klicke einfach auf das Rechteck oben rechts.
1. Johannesburg Sehenswürdigkeiten: Besuche Soweto, das größte Township von Südafrika
Soweto, auch South Western Township of Johannesburg genannt, ist das größte und bekannteste Township von Südafrika. Entgegen unserer persönlichen vorherigen Einschätzung, hat uns Soweto in jeglicher Hinsicht überrascht. Während der eine Teil von Soweto immer touristischer wird, wir Europäer bei einer Fahrradtour durch das Viertel gesehen haben und auch selbst zu Fuß durch das Viertel gelaufen sind, haben andere Viertel auch heute noch weder fließend Wasser noch eigene Badezimmer und leben auf engstem Raum in einer winzigen Wellblechhütte mit mehreren Personen.
Armut und Kriminalität ist in diesen Vierteln an der Tagesordnung. Alleine solltest du dich hier also auf keinen Fall herumtreiben. Wir haben lange überlegt und auch mit unserem Guide darüber gesprochen, wie wir uns Soweto anschauen wollen. Also, nicht das Soweto rund um das Mandela House – hier kannst du wirklich problemlos durch das Viertel spazieren, in Bars einkehren oder mit dem Rad das Viertel erkunden. Was ich meine sind die Viertel, in denen man wirklich noch das echte Leben sieht. Die nicht für Touristen aufbereitet sind. Sondern einfach zeigen, wie das Leben im Township ist.
Aber, ist es wirklich richtig das Zuhause von anderen Menschen anzusehen, als weißer Tourist irgendwo ins Wohnzimmer zu strahlen? Ich denke nicht, schließlich würden wir auch nicht wollen, dass sich jemand anschaut wie wir leben. Wir haben viel hin und her überlegt ob oder ob nicht und wie. Letztendlich gehört genau das aber auch zu Südafrika dazu und wir sind nicht 3 Monate durch Südafrika gereist, um diese Seite des Landes nicht auch kennenzulernen.
Besuch in Soweto planen
Möchtest du Soweto besuchen, solltest du deinen Besuch unbedingt gut planen und dich zunächst für eine Tour deiner Wahl entscheiden. Wählst du eine private Tour durch Soweto, hast du die meisten Möglichkeiten mitzubestimmen, was du sehen möchtest. Zwingend notwendig ist das aber wie ich finde nicht. Das wäre es nur dann, wenn du dir, so wie wir, zusätzlich zum touristischen Soweto auch eines der gefährlichsten und schlimmsten Townships Südafrikas ansehen möchtest. Das kann ich persönlich aber nur bedingt empfehlen und vielleicht genügt dir ja auch der kleine Einblick, den ich dir innerhalb dieses Beitrags über unseren Township-Besuch über die Nicht-Touristischen Viertel in Soweto berichten kann.
Wie bereits zu Beginn erwähnt! Soweto auf eigene Faust zu besuchen, können wir nicht empfehlen! Das sind die besten geführten Touren durch Soweto:
- Geführte Fahrradtour durch Soweto Township* (ab 41 Euro)
- Soweto: Spaziergang mit einem lokalen Guide und Mittagessen* (ab 36 Euro)
- Johannesburg und Soweto: Halbtägige Tour* (ab 61 Euro)
- Johannesburg: Taste of Africa Food Experience* (ab 55 Euro)
- Johannesburg: Hop-On/Hop-Off-Tour für 1 oder 2 Tage* (ab 17 Euro – mit optionaler Soweto Tour)
- Johannesburg und Soweto: Apartheid-Tagestour* (ab 111 Euro)
Highlights in Soweto
Auf geht’s nach Soweto, das obligatorische Bild am Ortsschild durfte natürlich nicht fehlen.

Soweto Towers
Mindestens genauso bekannt sind die berühmten Soweto Towers. Dort kann man Bungee Jumping machen, klettern oder sonstigen Aktivitäten wie zum Beispiel Paintball nachgehen. Die Soweto Towers, auch bekannt als Orlando Power Station sind eigentlich ein stillgelegtes Kohlekraftwerk, welches Südafrika über 50 Jahre lang diente. Wir fanden es wirklich spannend die bunten und bemalten Tower, die in Johannesburg schon von weitem zu sehen sind, von nahem zu sehen. Schade nur, dass die meisten Gemälde der Wassertürme mittlerweile mit Werbung übermalt wurden.
Nützliche Informationen für deinen Soweto Towers Besuch:
- Öffnungszeiten: Do 12-18, Fr-So 10-18 Uhr
- Eintritt: 80 Rand pro Person
- Alle Informationen zu den Aktivitäten findest du auf der offiziellen Website hier


Die Vilakazi Street und das Mandela House
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Orte der Apartheid befinden sich in der bekanntesten Straße des bei Touristen zunehmend beliebteren Viertels Orlando West, der Vilakazi Street. Das ist gleichzeitig auch die einzige Straße weltweit, in der gleich zwei Nobelpreisträger gewohnt haben. Während das Haus des südafrikanischen Geistlichen und Menschenaktivisten Desmond Tutu, der für seine Menschenrechtsaktivitäten 1934 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, immer noch in Privatbesitz ist, kann das Haus von Nelson Mandela besichtigt werden.
Die Vilakazi Street hatten wir wirklich anders erwartet. Besonders von Donnerstag bis Sonntag soll es hier wirklich voll werden, denn mittlerweile reiht sich eine Kneipe an die andere und das Viertel Orlando West wird sowohl bei Einheimischen als auch Touristen zunehmend beliebter zum Ausgehen!
Nützliche Informationen für deinen Besuch:
- Das Haus von Winnie Mandela, Sowetos berühmtester Frau, liegt etwa 10 Minuten entfernt und kann nur von außen besichtigt werden.
- Die Vilakazi Street füllt sich besonders von Donnerstag bis Sonntag mit Einheimischen und Touristen
- Das Haus von Nelson Mandela kann von Außen und Innen besichtigt werden:
- Öffnungszeiten: Mo-So 9-16.45 Uhr
- Eintritt: Erw./Kinder 180/70 Rand
- Website


Spaziergang durch Soweto
Von der Vilakazi Street aus haben wir Soweto zu Fuß erkundet. Unser Guide Sandile hat uns zu vielen Street Art Gemälden geführt, zu besonders sehenswerten Orten wie dem Hector Pieterson Memorial und Museum und dem Walter Sisulu Square aber auch zu einigen hippen Cafés.


Must Try in Soweto: Kota bzw. Bunny Chow
In der Stadt als Bunny Chow bekannt, ist das in den Townships als Kota angebotene Essen ein absolutes Must Try für deinen Soweto Besuch! Ein Bunny Chow ist eine Spezialität der südafrikanischen Küche, besonders aber bekannt aus Soweto.


Ebenfalls typisch für Soweto: Das Sammeln von Münzen
Weißt du, was uns besonders überrascht hat? In Soweto haben wir immer wieder Menschen mit Blecheimern gesehen. Was machen diese Menschen mit all den kleinen und großen Eimern, haben wir Sandile gefragt. Tatsächlich besitzt jede Familie im Viertel von Soweto und darüber hinaus solch einen kleinen Blecheimer und das aus einem wichtigen Grund. Jede Münze wird über das Jahr hinweg in diesen Blecheimer geworfen. Am Ende des Jahres gehen die Menschen dann mit ihren Eimern zur Bank und tauschen das Geld in Scheine oder zahlen es auf ihre Bankkonten ein – das ist in Südafrika kostenlos. Für die Menschen bedeutet das Sammeln der Münzen in den Eimern sehr viel und ist Tradition. Auch unser Guide Sandile verfolgt diese Tradition.
Was dabei jedoch besonders spannend ist: die meisten Menschen haben zum Zeitpunkt des Kaufs eines solchen Blecheimers kein Geld, um den Eimer zu bezahlen. Anders als gefühlt alles in Südafrika, würde man sich aufgrund des Glaubens und der Tradition aber niemals trauen, den Verkäufer dieser Blecheimer zu hintergehen. Ohne jegliche Rechnung funktioniert es also bei diesen Blecheimern, dass die Verkäufer diese ohne eine Gegenleistung bei den Menschen lassen. Nach Monaten laufen sie dann von Haus zu Haus, um das Geld für die Blecheimer einzusammeln. Ist noch nicht genügend Geld vorhanden ist das kein Problem, dann wird anteilig bezahlt. Seltsamerweise wagt es ausgerechnet bei diesen Blecheimern aber niemand, den Verkäufer zu hintergehen, egal wie gefährlich Südafrika sonst ist. Verrückt, nicht? Wir jedenfalls fanden das wirklich spannend.

Diese Dinge dürfen auf keiner Südafrika Reise fehlen:
So sieht es abseits der Touristenorte in Soweto wirklich aus: Wir haben das gefährliche Viertel Devland besucht
Wie bereits erwähnt, wollten wir nicht nur die Highlights von Soweto sehen, sondern auch das wahre echte Leben. Unsere Südafrikanischen Freunde haben uns hierfür für verrückt erklärt. Sie selbst würden niemals in ein Township oder gar nach Soweto fahren. Für ein ganzheitliches Bild von Südafrika gehört das für uns einfach dazu. Ob man sich in diese Gefahr begeben muss neben dem touristischen und geschichtsträchtigen Soweto noch andere Viertel zu besuchen, muss letztendlich aber jeder für sich selbst entscheiden. Vielleicht reicht es ja auch, sich mithilfe unserer Schilderungen einen Einblick zu verschaffen. Übrigens: Ein Shack, also eine Wellblechhütte zu besichtigen und einen Einblick zu erhalten ist auch in den touristischeren Vierteln von Soweto möglich. Du musst dafür nicht in ein gefährliches Viertel fahren.
Von Orlando West aus ging es für uns also weiter in das Viertel Devland, das immer noch zu Soweto gehört. Zuerst hat sich unser Guide selbst umgesehen und sich ein Bild gemacht. Normalerweise plant unser Guide solche Besuche gerne und sichert sich noch mit einem zweiten Guide ab. Groß herumlaufen in diesem Viertel ist für uns heute deshalb keine Option.
Er hat an mehreren Orten gehalten, überall war es ihm selbst zu gefährlich um das Auto zu verlassen. Irgendwann meinte er, hier könnte es in Ordnung sein. Er ist ausgestiegen, wir haben hinten mit getönten Scheiben gewartet – du kannst dir nicht vorstellen, wie laut unser Herz in diesem Moment vor Angst gepocht hat. Sandile hat uns keine Sekunde aus den Augen gelassen. Er ist durch einen Zaun zu einer Blechhütte, hat einen Blick hinein geworfen und gefragt ob die Familie uns einen Blick gewähren möchte. Sie waren einverstanden und ehe wir uns noch einmal im Klaren darüber sein konnten, was wir hier gerade machen, standen wir auch schon mitten in der Blechhütte – im südafrikanischen „Shack“ genannt und in der Zulu Sprache „Zozo“.
Die Menschen dort haben nichts, wirklich nichts. Sie teilen sich zu 50. bis 200. eine Dixi Toilette, sie sammeln Müll, um zu überleben und bewältigen täglich unendlich viele Kilometer zu Fuß nur, um für ein paar Cent Säckeweise Müll von a nach b zu schleppen. Puh.
Wir haben eine Wellblechhütte, genannt Shack besucht
Wir haben einen Blick in das Shack einer dreiköpfigen Familie geworfen. Hier wird nur Afrikaans gesprochen, sodass Sandile für uns übersetzt hat. Während die Frau unterwegs war um auf den Mülldeponien nach wertvollem zu suchen, passt der Mann auf das Kind in der kleinen Hütte auf.

Anders als erwartet, verfügt die Familie über einen riesigen Kühlschrank, welchen sie auf einer der Deponien ergattern konnten. Der Strom hierfür, ist natürlich illegal bei einem der gegenüberliegenden staatlichen Häuser gezapft.

Ob sich der Besuch falsch für uns angefühlt hat? Definitiv. Ob wir mit dem gegebenen Geld aber unerwartet einer Familie für eine längere Zeit Essen ermöglicht haben? Definitiv. Unser Guide meinte nämlich, dass das Mädchen dringend etwas zu essen braucht und sie sich deshalb sehr über das Geld freuen. Ob sich diese Familie also über unseren unerwarteten Besuch gefreut hat? Definitiv. Unser Guide meinte zu uns, wenn die Mutter heute Abend nach Hause kommt und sieht, dass ihr Kind etwas zu essen bekommen hat, wird sie glücklich sein. Wie du siehst, für uns war das Ganze wirklich nicht einfach.


Das Dixi Klo von dem Shack, welches wir besucht haben, steht nur 3 Meter vor der eigenen Hütte entfernt und trotzdem kann die Familie nachts keinen Schritt vor die eigene Haustüre setzen um diese Toilette zu nutzen, sondern muss einen Eimer in der Hütte verwenden, weil es schlichtweg zu gefährlich ist, die eigene Blechhütte nachts für 3 Meter zu verlassen. Was ist das für eine Welt?

Doch wie kommen die Menschen überhaupt an so eine Blechhütte und wie viel kostet das?
Ehrlich gesagt muss ich gestehen, dass ich bis zu unserem Besuch im Soweto Viertel Devland noch nie darüber nachgedacht habe, wie die Menschen eigentlich überhaupt zu so einer Wellblechhütte gelangen. Dass diese wie normale Häuser nicht vom Himmel fallen, ist ja eigentlich logisch. Schockiert hat es mich dann aber trotzdem. Wir haben Sandile gefragt und selbstverständlich wusste er, wo solche Blechhütten verkauft werden und wie viel solch eine Blechhütte kostet und noch viel spannender, wie Menschen an diese Wellblechhütten gelangen. Kurz darauf befanden wir uns auch schon an so einem Ort und konnten uns die Preise und Hütten ansehen.

Die Unterscheidungen sind einfach. Es gibt 1 Zimmer Wellblechhütten, 1.5 Zimmer Wellblechhütten oder 2 Zimmer Wellblechhütten. Eine 1 Zimmer Wellblechhütte kostet umgerechnet etwa 170 Euro. Ganz schön viel Geld, wenn man bedenkt, dass die einzigen Einnahmequellen der Menschen oft das Müllsammeln oder Mülltonnenputzen für wenige Cent am Tag ist. Um also überhaupt eine Einnahmequelle zu haben, schleppen die meisten täglich kilometerweit Müll bis zu verschiedenen Sammelstellen, um mit etwa 30 Cent am Abend nach Hause zu kommen.


➽ In unserem Instagram Story Highlight haben wir euch mitgenommen und euch einen ausführlichen Einblick in unseren Soweto Besuch vermittelt. Dass uns dies nicht leicht gefallen ist, wirst du schnell merken.
Hast du schon einmal von Loadshedding gehört?
Loadshedding werden die staatlich veranlassten Stromausfälle in Südafrika genannt. Das Problem besteht seit Jahren und nach wie vor ist kein Ende in Sicht. Hast du dich für eine Unterkunft ohne Vorkehrungen entschieden, sind täglich bis zu 10 Stunden kein Strom ganz normal. Eine der vielen Ursachen hierfür konnten wir im Viertel Devland in Soweto besonders gut sehen. Denn auch wenn die Menschen nichts haben, besitzen viele von ihnen einen Kühlschrank. Wie funktioniert das, haben wir uns gefragt. Und die Erklärung ist einfach und auch offensichtlich.

Die Menschen zapfen sich von öffentlichen Masten oder den von der Regierung gebauten Häusern, auf welche man sich qualifizieren kann, Strom. Die Stromleitungen führen komplett wirr zu jeder einzelnen Wellblechhütte. Das Problem dabei ist einfach, denn natürlich bezahlt niemand für diesen Strom, sodass es offene Rechnungen in Millionenhöhe gibt. Seit Jahren schon reicht der vorhandene Strom nicht mehr, um dem ganzen Land gleichzeitig Strom zur Verfügung zu stellen, weshalb letztendlich diese Power Cuts eingeführt wurden.
Wir haben deshalb besonders gut vorab recherchiert, um möglichst viele Unterkünfte mit Solar-Vorkehrungen für die Stromausfälle zu wählen. In unserem Südafrika Reiseführer findest du zu jeder Unterkunft einen Vermerk, ob Loadshedding Vorkehrungen vorhanden sind!

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2. Johannesburg Sehenswürdigkeiten: Johannesburg City Center
Bis vor zwei Jahren noch war die Aussicht vom Carlton Tower in Johannesburg Downtown das Highlight schlechthin. Seit der Pandemie ist der Tower – bzw. eigentlich ist es ein Einkaufszentrum, in welches man mit einem Aufzug bis ganz nach oben fahren konnte – jedoch gesperrt und wird voraussichtlich auch nicht wieder öffnen. Wir wollten uns das Stadtzentrum dennoch ansehen, vor allem das zunehmend beliebtere Studentenviertel hat uns gereizt. Um ehrlich zu sein, wir finden außer dem Studentenviertel ist das Stadtzentrum von Johannesburg einfach nur eines: gefährlich. Viel zu gefährlich, um eine Sekunde Lebenszeit dort zu verschwenden. Auch unserem Guide haben wir angesehen, dass er sich hier nicht wohl gefühlt hat. Auf ein Nachfragen hat er uns berichtet, dass selbst er hier schon zweimal überfallen wurde – nicht gerade beruhigend zu wissen. Wir waren also alle froh, als wir wieder im Auto waren und weiter zur Mandela Bridge gefahren sind.
Anstatt in das Stadtzentrum von Johannesburg zu fahren, welches durch die Schließung des Carlton Towers wirklich überhaupt nichts mehr sehenswertes zu bieten hat, empfehlen wir dir für eine gigantische Aussicht lieber das Mountain Reserve vom The Cliffside Boutique Getaway* zu besuchen – eine schönere Aussicht über Johannesburg gibt es ohnehin nicht!
3. Johannesburg Sehenswürdigkeiten: Mandela Bridge
Die Nelson-Mandela-Brücke ist eine von fünf Brücken in Johannesburg, die die Eisenbahnlinien und Abstellgleise westlich der Johannesburg Park Station überqueren. Was an dieser Brücke aktuell so spannend ist? Wirfst du einen Blick von der Brücke wirst du sehen, wo all die Züge seit Jahren stehen. Schon vor der Pandemie wurde der Zugverkehr in Südafrika nahezu komplett eingestellt. Dass all die Züge irgendwo stehen müssen, ist klar. Hier also stehen all die Züge des gesamten Landes.

Warum keine Züge mehr in Südafrika fahren – abgesehen vom bei Touristen beliebten Blue Train – ist dabei auch einfach. Es sind die Materialien und Kabel der Züge, die für die Menschen in Südafrika so attraktiv sind. Wann immer ein Zug zum Stillstand kommt, werden sofort die Kabel und Materialien der Züge geklaut, um dieses Material für ein paar Cent zu verkaufen. Das hat zur Folge, dass die Züge nicht mehr fahrtüchtig sind und das Zugunternehmen natürlich mit der Zeit Bankrott gegangen ist. Für die Menschen in den Townships hat das fatale Folgen, denn für sie waren die Züge lange Zeit das wichtigste Verkehrsmittel in Südafrika. Heute sind das die Minibusse.
4. Johannesburg Sehenswürdigkeiten: Apartheid Museum
Das Apartheid-Museum wurde 2001 eröffnet und gilt als das herausragende Museum der Welt, das sich mit Südafrika des 20. Jahrhunderts und insbesondere der Apartheid-Geschichte befasst. Das Apartheid-Museum, das erste seiner Art, veranschaulicht den Aufstieg und Fall der Apartheid.
Ein Architekturkonsortium, das mehrere führende Architekturbüros umfasst, konzipierte den Entwurf des Gebäudes auf einem sieben Hektar großen Stand. Das Museum ist ein hervorragendes Beispiel für Design, Raum und Landschaft und bietet der internationalen Gemeinschaft ein einzigartiges südafrikanisches Erlebnis.
Übrigens: Direkt neben dem Apartheid Museum liegt der Vergnügungspark Gold Reed City mit Casino. Wir haben allerdings auf einen Besuch verzichtet, da wir finden es gibt weit spannenderes in Johannesburg zu sehen als einen Vergnügungspark.
Nützliche Informationen für deinen Besuch
- Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr
- Es gibt dauerhafte und temporäre Ausstellungen sowie eine eigene Mandela Ausstellung
- Eintritt: Erw./Kinder 160/110 Rand
- Website

5. Stadien in Johannesburg
Einen kurzen Stopp haben wir am FNB Stadion und dem Ellis-Park-Stadion Stadion gemacht. Soccer City, wie das FNB Stadtion noch genannt wird, ist mit 94.500 Plätzen das größte Fußballstadion Afrikas und wurde für die Fußball WM 2010 gebaut.

6. Johannesburg Sehenswürdigkeiten: Botanical Garden
Der Botanische Garten von Johannesburg befindet sich in Emmerentia und ist bekannt für seine Musikkonzerte. Entlang der vielen Fußwege, die über die Gärten verstreut sind, kannst du dort gemütlich spazieren gehen oder einen Blick auf den Damm werfen. Passe auch hier immer auf dich und deine Wertgegenstände auf und besuche den botanischen Garten bestenfalls mit einem Guide.
Weitere Johannesburg Tipps:
- The Whippet in Linden: Leckeren Kaffee und köstliches Essen
- Melrose Arch: Einkaufen und Mittagessen
- Einkaufen bei 27 Boxes zum Unterstützen der Locals
- Die zauberhaften lilafarbenen Jacarandas blühen im Oktober und November nahezu überall in Johannesburg
Häufig gestellte Fragen
1. Johannesburg in Südafrika besuchen – lohnt sich ein Besuch?
Wir wollen ehrlich mit dir sein. Als wir im November 2022 zu unserer dreimonatigen Südafrika Rundreise aufgebrochen sind und klar war, dass wir unsere Reise durch Südafrika in Johannesburg starten, haben wir es nicht in Betracht gezogen Johannesburg zu besuchen. Zu oft haben wir gelesen, dass Johannesburg eine der gefährlichsten Städte der Welt ist. Warum also sich unnötig in Gefahr begeben? Kaum am Flughafen angekommen, haben wir den direkten Weg aus Johannesburg raus genommen und sind erst wieder im 4 Stunden entfernten Graskop an der Panorama Route aus dem Auto ausgestiegen.
Nach drei Monaten in Südafrika haben wir gelernt, dass viele Orte anders sind und vor allem auch, dass Orte sich geändert haben. Das gilt auch für Johannesburg. Während unserer dreimonatigen Reise durch Südafrika haben wir viele Südafrikaner kennengelernt, die größtenteils aus Johannesburg stammen und entlang der Westküste oder der Garden Route Urlaub machen oder sogar dort ein Feriendomizil besitzen. Sie alle haben uns erzählt, dass es sich durchaus lohnt Johannesburg eine Chance zu geben und haben uns allerlei Tipps gegeben. Einer davon war jedoch auch: Besucht Johannesburg ausschließlich mit einem Guide, er kennt die Stadt, ihre gefährlichen und schönen Ecken und vor allem aber, kennt ein Guide die Menschen und das Land.
Also gut, dachten wir uns, geben wir Johannesburg eine Chance! Und ganz ehrlich? Es hat sich sowas von gelohnt. In Johannesburg haben wir so viel über die Menschen und die Kultur von Südafrika gelernt, wie gefühlt in drei Monaten zusammen nicht. Wir durften unglaublich zauberhafte und liebe Menschen kennenlernen und hautnah in die Kultur eintauchen. Wir haben nicht nur die schönsten Sehenswürdigkeiten von Johannesburg kennengelernt und bei einer der besten Aktivitäten über ganz Johannesburg geblickt. Nein, vielmehr haben wir uns mit der Geschichte der Stadt und Südafrika auseinandergesetzt und gelernt, Johannesburg und die Probleme in Südafrika besser zu verstehen. Unser Besuch in Johannesburg hat uns vor allem eines gelehrt: Dass viele Dinge anderes sind, als sie scheinen. Keinesfalls möchten wir diese Erfahrung mehr missen.
Doch das wichtigste vorab! Johannesburg auf eigene Faust zu besuchen, können wir nicht empfehlen! Das sind die besten geführten Touren in Johannesburg:
- Soweto Walking Tour mit Mittagessen* (ab 36 Euro)
- Maboneng Street Art Tour* (ab 34 Euro)
- Geführte Fahrradtour durch Soweto Township* (ab 41 Euro)
- Johannesburg City Centre Walking Tour* (ab 41 Euro)
- Taste of Africa Food Tour* (ab 55 Euro)
- Hillbrow Walking Tour* (ab 47 Euro)
2. Wie gefährlich ist Johannesburg in Südafrika wirklich?
Ob die Stadt Johannesburg gefährlich ist? Definitiv. Doch was wir lange Zeit nicht sehen wollten und wovon wir uns erst mit eigenen Augen überzeugen mussten ist, dass auch Johannesburg sich weiter entwickelt. Johannesburg ist nicht mehr nur die gefährliche Stadt, die es zu meiden gilt, sondern Johannesburg ist viel mehr als das. Johannesburg ist eine der buntesten, lebendigsten und kulturellsten Städte in Südafrika, die wir je besuchen durften. Keine andere Stadt in Südafrika besitzt so viele hippe Cafés, malerische Street Art Gemälde und kulturelle Denkmäler wie Johannesburg. Und keine Stadt ist so kontrastreich. In Johannesburg wollten wir nicht nur die schönsten Sehenswürdigkeiten abklappern – nein, wir wollten mehr. Wir wollten das wirkliche, wahrhafte und echte Johannesburg kennenlernen und genau das haben wir gemacht – und damit sogar den ein oder anderen Einheimischen überrascht.
Aber ja, Johannesburg ist nach wie vor gefährlich und es ist überaus wichtig zu beachten, in welche Viertel man als Tourist gehen kann und welche Viertel man lieber meiden sollte. Johannesburg ohne einen Guide zu besuchen, ist für uns persönlich nach drei Tagen in Johannesburg noch immer keine Option. Auch, wenn es tagsüber weit weniger gefährlich ist, als wir angenommen haben. Besonders unser Ausflug in das City Center von Johannesburg aber hat uns gezeigt, dass diese Stadt nicht ohne ist.
Damit auch du ein Gefühl für Johannesburg bekommst und entscheiden kannst, ob du Johannesburg in deine Südafrika Reise mit aufnehmen möchtest, verraten wir dir in diesem Beitrag die schönsten Johannesburg Sehenswürdigkeiten, die besten Aktivitäten und all unsere Tipps. Außerdem verraten wir dir, wie wir unseren Aufenthalt in Johannesburg geplant haben, wo wir übernachtet haben und was wir dir auf jeden Fall empfehlen können und, noch viel wichtiger, was wir dir mit auf den Weg geben möchten und was wir bei unserem nächsten Besuch anders machen würden.
3. Wie viele Tage sind für einen Urlaub in Johannesburg empfehlenswert?
Viel gibt es in Johannesburg nicht zu sehen. Möchtest du nur eine geführte Tour in das Township Soweto unternehmen und kurz und knapp die schönsten Sehenswürdigkeiten von Johannesburg sehen, reichen 2-3 Nächte in Johannesburg.
4. Was ist die beste Reisezeit für Johannesburg in Südafrika?
Die beste Reisezeit für Johannesburg in Südafrika ist in der Trockenzeit von Mai bis September, wenn das Wetter angenehm mild und sonnig ist, mit Tageshöchsttemperaturen zwischen 16 und 25 °C. In diesen Monaten gibt es kaum Regen, die Luft ist klar, und die Stadt kann ohne wetterbedingte Einschränkungen erkundet werden. Die Regenzeit dauert von Oktober bis März, mit den meisten Niederschlägen zwischen Dezember und Februar. In dieser Zeit sind heftige, aber meist kurze Gewitter am Nachmittag typisch. Die Temperaturen liegen dann zwischen 25 und 30 °C, begleitet von hoher Luftfeuchtigkeit. Wir selbst waren Mitte November und Mitte Februar in Johannesburg. In beiden Monaten lagen die Temperaturen zwischen 25 und 30 °C. Allerdings hatten wir wirklich Glück, was das Wetter betrifft und nur einmal am Nachmittag einen kurzen Regenschauer!
5. Welche Kreditkarte ist die beste Kreditkarte für Südafrika?
Das gängigste Zahlungsmittel in Südafrika ist die Kreditkarte. Seit die South African National Parks (SANParks) offiziell Bargeldlos sind um die Sicherheit zu erhöhen, hat sich die Kreditkarte auch bei vielen weiteren Dingen durchgesetzt und das Bargeld fast ausnahmslos ersetzt. Touristen sparen sich so lästige Umtauschgebühren und mögliche Aufschläge beim Abheben von Bargeld. Um auch künftig noch Parkwächtern, Tankwarten, Kellnern etc. ein Trinkgeld zu ermöglichen, empfiehlt es sich dennoch ein paar Rand abzuheben und in Bar dabei zu haben. Ein Notgroschen von ca. 50 Euro (etwa 1.000 Rand) in Bar (aufgeteilt in kleinere Scheine) mitzuführen ist darüber hinaus immer sinnvoll.
Die Gebühren zum Geld abheben am Flughafen sind in Südafrika ziemlich hoch – egal mit welcher Kreditkarte, denn die Gebühr wird vom Automaten erhoben. Da Südafrika ohnehin weitestgehend bargeldlos ist, genügt es an deinem ersten Übernachtungsort direkt bei einer Bank, wie etwa der Standard Bank, Bargeld abzuheben.
Eine Kreditkarte, mit der man weltweit gebührenfrei bezahlen und kostenlos Geld abheben kann, ist für eine Südafrika Reise unerlässlich. Empfehlenswert sind:
- DKB Visa Debit-/bzw. Kreditkarte: Zu den besten Kreditkarten zählt die DKB Visa Card*, die weltweit gebührenfreie Zahlungen und kostenlose Bargeldabhebungen ermöglicht. Bei der Beantragung der DKB Visa Card*, bekommst du zum kostenlosen Girokonto eine Visa Debitkarte dazu. Bereits mit der DKB Visa Debitkarte kannst du weltweit kostenlos mit Karte bezahlen und ab einem Mindestbetrag von 50 Euro auch kostenlos Bargeld abheben. Die weltweite Kartenzahlung in Fremdwährung ist jedoch nur mit dem kostenlosen Aktivstatus kostenlos. Um den Aktivstatus zu bekommen, muss regelmäßig ein monatlicher Geldeingang von 700 Euro auf das Girokonto erfolgen. Beachte, dass die Visa Debitkarte keine vollständige Kreditkarte ist und es vor allem bei Mietwagenverleihern zu Problemen kommen kann. Es lohnt sich für 2,49 Euro im Monat zusätzlich die DKB Visa Kreditkarte zu bestellen. Mit dieser wird die Zahlung nur einmal im Monat vom Konto abgebucht und du kannst das Kreditkartenlimit flexibel einstellen.
- Hanseatic Bank GoldCard: Ebenso wie die DKB, gehört die Hanseatic zu den beliebtesten Kreditkartenanbietern für weltweite Reisen. Die Hanseatic Bank bietet derzeit zwei Kreditkarten, die für Südafrika attraktiv sind. Zum einen die kostenlose Hanseatic Bank GenialCard*, zum anderen die Hanseatic Bank GoldCard*, die 4,90 Euro pro Monat kostet, aber zusätzliche Vorteile, wie ein großzügigeres Kreditkartenlimit von bis zu 3.500 Euro und gebührenfreies Geld abheben, auch innerhalb Deutschlands, bietet. Weitere Vorteile der Hanseatic Bank GoldCard sind, dass diverse Versicherungen, wie eine Auslandskrankenversicherung, eine Reiseabbruchversicherung oder eine Reisegepäckversicherung inbegriffen sind. Mit beiden Kreditkarten kannst du weltweit bargeldlos bezahlen und gebührenfrei Geld abheben.
- TF Bank: Wer sich zusätzlich mit einer Mastercard absichern möchte, kann auf die gebührenfreie TFBank Mastercard Gold* zurückgreifen, die ebenfalls weltweit gebührenfreie Zahlungen und Bargeldauszahlungen ermöglicht.

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Mit der DKB Visa Card* kannst du problemlos bargeldlos in Südafrika bezahlen.
6. Welche Rundreisen kann ich ausgehend von Johannesburg durch Südafrika unternehmen?
Johannesburg eignet sich wunderbar als Ausgangspunkt für die Panorama Route, den Kruger Nationalpark und Reisen nach KwaZulu-Natal, also Hluhluwe und St. Lucia oder die Drakensberge. Darüber hinaus kannst du von Johannesburg aus auch die Kalahari und damit den Kgalagadi Transfrontier Nationalpark erreichen.
Du möchtest wissen, wie du Johannesburg am besten in deine Südafrika Rundreise integrierst und welche Rundreisen du ausgehend von Johannesburg unternehmen kannst? Dann haben wir großartige Neuigkeiten für dich! Denn unser 650-seitiger Südafrika Reiseführer beinhaltet insgesamt 10 komplett ausgearbeitete Routenvorschläge für Südafrika! Darunter natürlich auch passende Routen ausgehend von Johannesburg in Südafrika!

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Du warst schon einmal in Johannesburg in Südafrika, wie hat es dir gefallen?
Was hat dir am besten gefallen? Hast du Geheimtipps oder vielleicht eine Frage zur Anreise oder zu unserer Unterkunft? Schreib es uns in die Kommentare! Wir sind gespannt!
Falls du dich für eine von uns besuchte Unterkunft entschieden hast, würden wir uns nach deinem Aufenthalt riesig über dein Feedback freuen!
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